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Unverhoffte Untermieter

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Gestrickt wird hier derzeit nicht allzu viel. Aber wer will schon Gestricktes sehen, wenn es statt dessen putzige Tierchen zu bestaunen gibt?



Von mir unbemerkt hatte ein Eichhörnchen auf meinem Balkon ein Nest gebaut. Na ja, eigentlich nicht, sie hat ihren Nachwuchs einfach in einem der noch unbepflanzten Blumenkästen deponiert. Als ich am Samstag erstmals seit Tagen rausging, um den bereits sprießenden Ruccola zu gießen, fand ich zu meinem Entsetzen die tote Mutter. Und als ich sie (mit Gummihandschuhen und Todesverachtung) wegschaffen wollte, erklang aus der Ecke ein Fauchen und eins, zwei, drei, vier kleine Gestalten sahen mich verschreckt an.

Zum Glück sind die Kleinen schon so groß, dass sie feste Nahrung zu sich nehmen können. Auf das Eis mit karamelisierten Haselnüssen, das ich am Wochenende machen wollte, habe ich dann verzichtet und die Nüsse lieber nach draußen befördert. Wo sie gleich dankbare Abnehmer fanden:


Nachdem ihr erster Hunger gestillt ist, lassen sie mich aber nic…

Frühjahrsvorsorge

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So, das erste Frühlingshemdchen ist dann doch relativ zügig fertig geworden. Faul war ich dabei gleich in zweifacher Hinsicht: Zum einen habe ich eine Fremdanleitung nachgestrickt, zum anderen habe ich mir eine ausgesucht, bei der die Ärmel gleich integriert sind, so dass man da nicht noch einmal extra herumfuhrwerken muss (vom Abschlussbündchen mal abgesehen).


Von der recht guten Anleitung bin ich dennoch an ein paar Stellen abgewichen. Das ging schon los bei der Garn- und Nadelwahl. Das Original verlangt ein Sports Garn, das mit 2,5er Nadeln verstrickt wird. Nicht mit mir! Ganz abgesehen davon, dass das Leinengarn damit steif wie ein Brett würde, liegt meine Toleranzgrenze ja bei 3,0 mm. Und selbst das nur in begründeten Ausnahmefällen. Ich habe immerhin die von Lana Grossa vorgegebene Nadelempfehlung etwas unterschritten (das Gewebe ist trotzdem noch etwas zu durchsichtig, das wird aber durch das Muster aufgefangen). Auch das vorgegebene Muster habe ich leicht abgewandelt, indem ic…

Dies und das aus der sozialen Distanz

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Na, wie geht's Euch so? Ich hoffe mal, alle sind gesund und wohlauf, das ist ja zunächst das Allerwichtigste. Die Einschränkungen, die der unfreiwillige, aber leider unvermeidliche "Hausarrest" mit sich bringt, sind demgegenüber doch wirklich zweitrangig.

Bei mir selber ändert sich natürlich gar nicht sooo viel, weil ich es schon seit vielen Jahren gewohnt bin, von zu Haus zu arbeiten. Ich habe trotzdem beschlossen, die nächsten Wochen bewusst zu noch mehr Entschleunigung zu nutzen. Und ich mache täglich mehrstündige Pausen von den aktuellen Medien und Social-Media-Kanälen, um den sich überschlagenden Aufgeregtheiten aus dem Weg zu gehen. Um auf dem Laufenden zu bleiben reicht es ja, morgens und abends einzuschalten. Und je weniger ich von Hamsterkäufen und Coronaparties höre, desto besser ist es für meinen Adrenalinspiegel! Auch wenn man ahnt, dass viele Schwachköpfe unterwegs sind, will man ja nicht ständig mit dem Beweis dafür konfrontiert werden.

Ich habe fast den Ei…

Flatterhaft

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Immerhin habe ich nun - siehe Überschrift - einen passenden Namen für meine luftigen Jäckchen gefunden, an denen ich nun schon eine Weile herumtüftele. Allerdings finde ich immer noch Stellen, an denen man Variationen ausprobieren könnte. Zum Beispiel, um auch größere Oberweiten bequem unterzubringen.


Bei dieser Version hatte ich mich ja an 4,5er Nadeln herangewagt. Und tatsächlich gibt das immer noch ein passables Maschenbild, jedenfalls nach dem Waschen. Und bei dieser Farbenwucht kann noch mehr Transparenz ja nicht schaden. Natürlich war für die größere Maschenprobe auch etwas Umrechnerei erforderlich. Und obwohl dieses Jäckchen etwa fünf Zentimeter länger ist als seine Vorgänger, habe ich nochmal deutlich weniger Garn verbraucht. Was in dem Fall ein bisschen ärgerlich ist, denn: Ich hatte damit schon mal was anderes, Modulares, angeschlagen und geribbelt. Und deshalb am Anfang eine Menge Einzelfäden, die man bei dieser Durchsichtigkeit natürlich nicht mehr unsichtbar vernähen kann…

Mitternachtsblues

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Zugegeben, die Farbwahl schreit nicht gerade "Frühling". Die Textur aber umso mehr. Ich habe ja eine Schwäche für Kleidungsstücke, die man schnell so überwerfen kann. Und der Poncho aus Wollmeise Lace erfüllt diesen Zweck optimal und ist leicht genug, um mich durch den Frühling und Frühsommer zu begleiten.


In zweiter Linie war das eigentlich ein Testobjekt. Ich wollte zum einen sehen, wie weit man mit einem Strang Wollmeise Lace kommt (sehr weit, offenlichtlich!) und zum anderen, wie durchsichtig genau das Gestrick wird, wenn man3,5er Nadeln benutzt (weil ich mich kategorisch weigere, über größere Strecken noch kleinere zu nehmen). Das Ergebnis lautet: Für eine Jacke könnte es gehen, einen Pulli strickt man daraus dann doch besser doppelfädig. Oder man macht einfach gleich ein Riesentuch à la Nuvem (was ich durchaus noch vorhabe, wenn sich dazu eine zündende Idee einstellt).


Aber es spricht auch nichts dagegen, den Puncho wie ein Tuch zu drapieren, denn weil er so dünn ist, …

Auf den Nadeln im März

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Auch der Februar erwies sich als außerordentlich produktiv. Und das liegt nicht nur daran, dass er einen Tag länger war als sonst. Sondern natürlich in erster Linie an der Leipzig-Challenge, der ich im letzten Monat nunmehr entspannt entgegensehen kann. Nun heißt es nur noch Daumen drücken, dass das Wollfest nicht wegen des Corona-Virus abgesagt wird ...

Nicht unbeträchtlich zum Garnabbau beigetragen hat meine neuestes Lieblingstuch, das ich Euch ja schon ausführlich vorgestellt habe.


Eher überraschend für mich war, dass ich tatsächlich schon beide Schals für den Workshop fertiggestellt habe. Lediglich die dazugehörigen Anleitungen fehlen noch. Und auch diverse andere, denn das Aufschreiben habe ich über all der Strickerei ganz schön vernachlässigt.


Und dann entstanden noch nebenbei immerhin vier Paar fingerlose Handschuhe. Für das letzte (Mitte unten) hatte ich hier noch gar keinen Vollzug gemeldet. Die sind zur Abwechslung auch ohne Mosaik, sondern mit einem tuck stitch, der auch i…

Lurexweibchen

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Irgendwie war mir ja klar, dass ich das Muster, das ich letztes Jahr beim Luxusweibchen eingesetzt hatte, noch mal stricken wollte. Da war der bevorstehende Tuck-Workshop gleich eine gute Gelegenheit. Denn wenn dieses Muster einen nicht motiviert, die tuck stitches einmal auszuprobieren, dann weiß ich auch nicht!


Weil bei einem Workshop ein Schal die einzige Möglichkeit ist, schnelle Fortschritte zu sehen, war auch gleich klar, was es werden soll. Und auch die Garnwahl ging relativ schnell. Das Glitzergarn in edlem Silbergrau von Wollfeuerwerk hatte es sich in meinem Stash noch gar nicht richtig gemütlich gemacht, denn ich hatte es erst im September bei 'Ois um'd Woi' mitgenommen.


Damit der (falsche) Lace-Effekt noch stärker zum Tragen kommt, habe ich viel größere Nadeln genommen als für das Garn vorgesehen. Die verschränkten Maschen ziehen sich ja ohnehin zusammen und die nicht verschränkten Zwischenräume werden dadurch noch ein ganzes Stück größer:


Unbeabsichtigter Nebe…

Motivation durch Farbe

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Weil die größeren Projekte auf den Nadeln aus unerfindlichen Gründen gerade alle recht einfarbig daherkommen, habe ich mich doch wieder den fingerlosen Handschuhen zugewandt. Ich brauche einfach so einen Farbkick zwischendurch! Gar nicht zu reden davon, dass im Strickkorb immer noch vereinzelte Singles verzweifelt auf einen passenden Partner warten.



Paar Nummer Eins ist eine Abwandlung der Rostigen Ketten. Die habe ich, zugegeben, nur wegen des interessanten Farbverlaufs angefangen. Weil es mir so langsam an interessantem Kontrastgarn mangelte, hatte neulich ich ein paar Knäuel Ecopuno dazugekauft. Die passen von der Lauflänge und kommen in ganz hübschen Farben daher. Einziger Negativpunkt: Die Idee, damit einen Rollrand zu stricken, war nicht die allerbeste. Weil das Garn etwas fluffig und eigentlich für größere Nadeln gedacht ist, wirkt der obere Rollrand etwas überdimensioniert. Ansonsten scheint es mir aber ganz brauchbar, eventuell für sowas wie ein leichtes Jäckchen. Für den unw…

Tuck Mix

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Wie angekündigt steht jetzt erst mal Pflichtprogramm an. Nämlich die Vorbereitung für meinen Tuck-Workshop Ende März. Ich habe vor, den Teilnehmern ein paar Modelle zur Auswahl zu geben. Zwar finde ich es aktuell fast interessanter, auszuloten was man da an einfarbigen Mustern basteln könnte, aber ich wollte auch wenigstens etwas Zweifarbiges präsentieren. Das ist allerdings nur so semi-kreativ, denn die Muster stammen so ziemlich alle aus dem Buch von Nancy Marchant. Die Kombination finde ich aber ganz gelungen.


Fast mehr als über das Ergebnis freue ich mich aber darüber, dass ich endlich dieses wunderbare Garn untergebracht habe, das nun schon seit fünf Jahren auf seinen Einsatz wartet. Was im oberen Bild so profan orange aussieht, ist nämlich eine brilliante Farbmischung, deren wahre Schönheit sich tatsächlich nur im Original offenbart.


Kombiniert habe ich das mit einem Lacegarn vom Wollmarkt in Vaterstetten, das im Original ein ganzes Stück dunkler daherkommt als auf dem oberen Bi…

Wilde Nussmischung

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Beim wöchentlichen Stricktreff im LYS meines Vertrauens sitze ich immer so, dass ich unweigerlich den Ständer mit den Rosy Green Garnen im Auge habe. Das ist meist nicht so verhängnisvoll, wie es zunächst klingt, weil deren Farbpalette ja recht überschaubar ist. Anders sieht es aus, wenn neue Farben dazukommen. Die müssen dann natürlich sofort ausprobiert werden. Jedenfalls wenn sie auch nur annähernd ins Beuteschema passen.

Alles, was in Richtung Petrol geht wandert sowieso immer automatisch in den Einkaufskorb. Und seitdem es verstärkt wieder dieses Ockergelb (Curry/Messing/Honig) gibt, greife ich immer zur Kombination. Was dazu führt, dass diesbezüglich so langsam ein leichtes Übergewicht im Stash herrscht.

Die einschlägigen Neuzugänge von Rosy Green habe ich nun aber wenigstens gleich verarbeitet. Und weil die alle in ein einziges Tuch sollten, ist selbiges wieder mal etwas groß geraten (180 x 75 cm vor dem Waschen, 200 x 80 cm danach):


Weil das Garn so ein wunderbares Maschenbil…

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