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Es werden Posts vom 2020 angezeigt.

Dann halt mit Flare

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Nein, ich habe keine spontane Rechtschreibschwäche! 'Flare' heißt der jüngste Pulli, der mir so nebenbei von den Nadeln gehüpft ist. Wobei "nebenbei" ein leichter Euphemismus ist, denn mit 3er Nadeln hat sich das doch ganz schön in die Länge gezogen. Aber so langsam gewöhne ich mich an die dünnen Dinger. Und da ich bekanntermaßen meine Pullis ganz gerne blickdicht habe, blieb mir nichts anderes übrig.
 Eigentlich sollte das Garn gar kein Pulli werden. Bestellt hatte ich es eigentlich (mit diversen anderen), um es als neutralen Kontrast bei Tüchern einzusetzen. Als es dann ankam, war es allerdings nicht ganz so dunkel wie gedacht und damit für den Zweck eher nicht zu gebrauchen. Und da ich gleich drei Stränge davon geordert hatte, bot sich die Pulloverlösung an. Dann eben eine neutrale "Unterlage" für die Tücher ...Und weil andere Designer auch was verdienen wollen, hab ich mir mal wieder eine Anleitung gekauft. Mit denen von Veera Välimäki kann man ja nie wa…

Kringelding

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Kurz bevor sich hier der Spätsommer noch einmal breit gemacht hat, hatte ich schon mit der Herbstvorsorge begonnen. Und zwar mit einem Teil der Beute vom letztjährigen Wollfest in Vaterstetten. Unter anderem hatte ich da ja bei Rauwerk kräftig hingelangt: Wie man sieht, konnte ich mich so gar nicht entscheiden ... Was nicht zuletzt dazu führt, dass auch nach einem (großen) Tuch noch jede Menge übrig ist. Bis auf das das Dunkelgrau, das habe ich bis zum letzten Fitzelchen aufgebraucht und musste auf den letzten Zentimetern beim I-Cord sogar noch mit anderem Garn dazwischenpfuschen. Aber zum Glück ist Grau bei mir ja immer in allen nur denkbaren Schattierungen vorhanden. Und so fand sich auch ein Sockengarn, das (doppelt genommen) vom Original nicht unterscheidbar war.
Die untere Reihe schrie natürlich förmlich danach, etwas mit Farbverlauf zu stricken. Da ich gerade wieder eine milde Form von Mosaikfieber habe, musste ich mir über die gewünschte Technik nicht lange den Kopf zerbrechen. U…

Noch mal Richtungswechsel

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Der erste Versuch, mit verkürzten Reihen einfache Richtungsänderungen herbeizuführen, hat mir so gut gefallen, dass ich es mit einfarbigem Garn gleich noch mal probieren musste. Na ja, natürlich mit mehreren einfarbigen Garnen.
Gleichzeitig wollte ich den letzten Abschnitt etwas kleiner machen. Das hat auch gut funktioniert, mit 170 x 60 cm ist das Tuch sowohl in Länge als auch in der Höhe rund 10 Zentimeter kleiner. Ziemlich rätselhaft ist daher, warum ich - vom gleichen Garn - über 20 Gramm mehr gebraucht habe. Offenbar verhält sich das handgefärbte Garn im ersten Tuch etwas anders als die industrielle Variante. Mir erschien es auch schon beim Stricken etwas glatter, mit weniger Flaum. Ich finde die Herangehensweise nach wie vor sehr interessant. Mal was anderes als die üblichen unregelmäßigen Dreiecke, bei denen die Muster sich in Diagonalstreifen anordnen. Ich habe durchaus vor, das noch einmal zu stricken, aber diesmal mit verschiedenen Mustern. Und vielleicht mit einer vierten Eck…

Auf den Nadeln im September

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Habt Ihr die optimistische Monatsvorschau mit viel zu vielen Plänen schon vermisst? Das wird diesmal nichts. Denn augenblicklich sieht es so aus: Auf alles, was angefangen herumliegt, habe ich grade gar keine Lust. Da kommen hier und da mal ein paar Reihen dazu und dann fliegt das Zeug auch gleich wieder in die Ecke. Statt dessen wäre mir viel mehr danach, was Neues anzunadeln. Und zwar natürlich mit den neu gekauften Garnen der letzten Monate. Zu diesem Zweck habe ich auch schon mindestens acht Garnkombinationen hervorgekramt und im Wohnzimmer verteilt. Aber die Muster, die mir mir im Kopf herumspuken, passen nirgendwo so recht dazu. Für die bislang einzige Idee musste ich dann noch etwas tiefer wühlenn nach einem Einkauf vom letzten Jahr. Wird schließlich auch Zeit, dass das schöne Pflanzengefärbte vom Rauwerk endlich verarbeitet wird. Weil ich mich bei den Farben natürlich wie immer nicht entscheiden konnte, ist das viel zu viel Garn für ein einziges Tuch. Und die Garnstärke (DK) is…

Fäden vernähen? Ich doch nicht!

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Hier nur ein paar kurze Hinweise, weil ich beim Restepulli einige Anfragen gekriegt habe, ob das viele Fäden vernähen denn nicht schlimm gewesen wäre. MÄDELS! Ich vernähe doch nicht, wenn es nicht unbedingt sein muss. Weil es einige noch nicht wissen: Für den Fadenwechsel gibt es verschiedene Möglichkeiten diese extrem lästige Tätigkeit zu umgehen. Ich verwende im Wesentlichen drei: Bei dünneren Garnen bin ich meistens richtig faul und stricke einfach ein paar Maschen mit doppeltem Faden. Dazu werden der alte und neue Faden ca. 10 Zentimeter übereinander gelegt und dann gemeinsam abgestrickt. Die Fädenenden muss man dann einfach nur abschneiden und bei 90 Prozent der Strickstücke sieht man davon hinterher nichts.

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 Falls das nicht funktioniert oder speziell für den Reihenanfang gibt es das klassische Einweben. Die Volksuniversität YouTube liefert dazu jede Menge Anschauungsmaterial. Ich hab mal eines der Videos herausgesucht:Und hier noch ein Spezialfall, der sich vor allem bei Tüch…

Schon wieder Regenbogen??

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Jetzt hab ich doch glatt die zweite Hälfte des Monats damit zugebracht, fast monogam am Restepulli zu stricken. Bestimmt nicht, weil das so wahnsinnig spannend war! Der Grund war eher, dass die vielen kleinen Miniknäuel mich wahnsinnig genervt haben. Die lagen ständig offen herum, weil ich ja dauernd am Überlegen war, wie man sie kombiniert, damit es möglichst schöne Farbübergänge gibt. Und obwohl ich eine übermenschlich hohe Toleranzschwelle für Unordnung habe, hat mich das aus unerfindlichen Gründen gestört.  Obwohl das ein wirklich gutes Nebenbeiprojekt für Fernsehabende gewesen wäre, habe ich es dann also statt dessen zügig abgearbeitet. Soweit zügig mit den von mir ungeliebten 3er Nadeln möglich ist ... Die Farben sind bis auf zwei kleine Ausnahmen ausschließlich Zauberball-Reste; für die grau-schwarzen Partien habe ich zusätzlich einfarbige Sockenwolle verwendet. Die Konstruktion ist wie immer recht schlicht. Ich habe mit einer Sattelschulter begonnen und dann den Dingen ihren Lau…

Restepulli? Restepulli!!

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War ja klar, dass ich diesen Monat noch was Neues anschlagen musste. Ich hätte allerdings sonstwas gewettet, dass das kein Pullover wird. Aber als ich bei Carina ihren Restepulli aus Sockenwolle gesehen habe, wollte ich sofort auch so einen. Das scheitert bei mir allerdings, wegen meiner Sockenallergie, an den Sockenwollresten. Die würden wirklich schöne Effekte machen, vor allem wenn man gemusterte Reste hat. Aber nach ein wenig Nachdenken fiel mir ein Tüte mit Zauberball-Überbleibseln ein, die hier auch endlich mal sinnvoll eingesetzt werden könnten.


Anfangs fürchtete ich, dass es farblich etwas eintönig werden könnte, aber mit dem Schal von letzter Woche hat sich die Restepalette noch etwas erweitert.Und die Garnmenge müsste auch locker reichen. Falls nicht, weiß ich ja, wo es Nachschub gibt! Und ob das nun ein geeignetes Sommerprojekt ist, darf bezweifelt werden. Aber ich fange auf jeden Fall schon mal an. (Das ändert zwar nix am allgemeinen Garnüberschuss, aber ich fühle mich imm…

Hot Summer Nights

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Dieser grandiose Zauberball wartete hier unglaublich lange auf seinen Einsatz. Ich hab den in der Zeit meiner ersten Brioche-Euphorie gekauft, das muss also rund fünf Jahre her sein. Ich hab gelegentlich ein paar Versuche unternommen, was daraus zu machen, aber irgendwie war nie etwas dabei, das den Farben gerecht wurde.


Erst bei diesem Schal kommt der Farbverlauf so zur Geltung, wie er es verdient hat. Das Projekt selber war eine spontane Zufallsaktion. Eine Kombination aus: "Ich will was Leichtes, Luftiges stricken" und "Aber Lacemuster will ich bei Hitze auf keinen Fall ausrechnen." Die Lösung für das faule Mädchen lautete entsprechend: Fallmaschen. Ich muss zugeben, ich bin keine große Freundin davon. Aber hier haben sie ihre Berechtigung und erfüllen gleich einen doppelten Zweck: Die einfachen Tuck-Stitch-Muster werden dadurch noch mehr hervorgehoben und das Strickstück wächst rasend schnell.


Meine früheren Versuche das Garn zu kombinieren, fanden natürgemäß a…

Bunter KAL-Rückblick

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Ich hatte ja völlig versäumt, Euch ein paar Ergebnisse aus meinem KAL in der Fadenstille-Gruppe von Anfang des Jahres zu zeigen! Es ging nicht um ein bestimmtes Projekt, sondern jede konnte sich eine Anleitung ganz nach ihrem Geschmack auswählen. Und für mich war es zwei Monate lang pures Vergnügen, zu verfolgen, was da alles entstand.
Erstaunlich viele entschieden sich für den Linientreu, obwohl der ja eigentlich schon eine olle Kamelle ist. Aber er ist in unterschiedlichen Farben einfach immer wieder schön. Und wenn ich mal gar nix anderes zu tun habe, mache ich in auch noch mal. In Rot. Oder Grün? Besondes interessant finde ich ja die Variante von Quackenstein mit den einfarbigen Garnen.



Noch beliebter waren natürlich die Stulpen. War ja schließlich noch Winter. Und Garnreste hat ja schließlich jeder übrig. Einige haben deswegen auch gleich mehrere produziert. Eine Auswahl:
Zwei haben sich auch gleich auf den frisch veröffentlichten Silberstreif gestürzt und gezeigt, dass der nicht zw…

Wenn's nicht ganz so ärmellos sein soll ...

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Vor einiger Zeit hatte ich bei Taras (Strick-)Welt eine gehäkelte Tunika gesehen, die mir (bis auf das Häkeln) gleich ungemein gefiel. Das sah nach einem richtig praktischen Drüberziehteilchen aus. Und der Schnitt war auch denkbar einfach. Erst macht man ein Rechteck mit Schlitz in der Mitte (mit weit mehr Maschen an den Ärmelseiten, damit es dann, ähnlich wie beim Gemini einen ausreichenden Ausschnitt gibt. Und irgendwann kettet man die Ärmel ab und schließt den Rest zur Runde für den Körper. Eine schöne, schlichte Lösung, bei der man kein bisschen nachdenken oder rechnen muss, weil die Passform ohnehin zweitrangig ist.

Mit einer Einschränkung hatte ich allerdings zu kämpfen. Ich hatte für meinen Versuch (natürlich gestrickt) nur 750 Meter zur Verfügung. Die drei Stränge, dich ich im April (unter anderem) als Kompensation für das ausfallende Leipziger Wollefest gekauft hatte, waren nämlich die letzten in diesen Farben. Dafür waren sie aber besonders geeignet, denn im Nachhinein fiel…

Auf den Nadeln im August

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Tja, was soll man im August eigentlich stricken? So ganz schlüssig bin ich mir da noch nicht. Falls, wie in den letzten Tagen, tatsächlich mal der Hochsommer Einzug hält, rührt sich eher das alte Sommerferien-Gefühl, das nach größeren Mengen Eis und ausgiebiger Krimilektüre in der Sonne verlangt. (Nebenbei bemerkt: Dass ich mir letztes Jahr endlich eine vernünftige Eismaschine gekauft habe, war die beste Entscheidung seit langem.)

Das Grübeln über mögliche neue Geschmackskombinationen bringt mich allerdings in der Strickfrage nicht weiter. Und dass in dieser pflichtvergessenen Stimmung eines der Langzeit-WiPs fertig wid, erscheint auch äußerst unwahrscheinlich.


Schauen wir erst mal, was letzten Monat so alles auf den Nadeln passiert ist. Vielleicht findet sich da ja die ein oder andere Anregung. Los ging's mit der Pink-Variante des Regenbogen-Tuchs. Die hat mich daran erinnert, das ich öfter mal Mohair mit einem der zahlreich vorhandenen anderen Garne kombinieren sollte. Aber nicht…

In alle Richtungen

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Als Kind habe ich mich im Italienurlaub immer wahnsinnig gewundert, wie eine Straße in alle Richtungen führen kann. Dies und das Eis, das waren die wahren Wunder. Denn in Deutschland gab es zu der Zeit (zumindest auf dem Land) weder die schmelzende Glücksseligkeit noch diese geographische Magie. Wieso es dann noch verschiedene Richtungen für alle Richtungen geben konnte, fiel dabei eindeutig ins Reich des Metaphysischen.

Beim Stricken ist die Sache zum Glück viel einfacher. Da macht man einfach verkürzte Reihen - und schwupp ist die Strickrichtung gewechselt.


Das gegenwärtige Experiment mit verkürzten Reihen hatte einen vorhersehbaren Anlass. Ich wollte nämlich - natürlich - ein paar der neuen, handgefärbten Garne von LG ausprobieren. Ich will jetzt nicht lange über den ökologischen Wahnsinn lamentieren (das Zeug wird extra zum Färben nach Indien transportiert). Und ich erspare mir auch die Diskussion, ob diese neue Produktlinie den Handfärberinnen schadet. (Ich glaube aber nicht, de…

Ich freue mich immer sehr über eure Kommentare und sage herzlichen Dank dafür. Ich halte Euch nicht für dumm, aber die Datenschutz-Grundverordnung tut es. Deshalb muss ich Euch darauf hinweisen, dass Eure Angaben im Kommentar durch die Website gespeichert werden - als ob Ihr das nicht selber wüsstet!

Also: ganz gesetzeskonform:

Auf Grund der neuen Datenschutzgrundverordnung ist folgendes zu beachten:

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