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Immer noch kein Sommer, aber ein Sommer-Jiri

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Nach dem Experiment von letzter Woche gibt's diesmal wieder etwas Konventionelleres. Ich wollte das neueste Modell von der FadenStille eigentlich gleich stricken, sobald ich es gesehen hatte. Aber, man glaubt es kaum, ich hatte nicht die passende Wolle in ausreichender Menge. Wann immer so ein kleines Lacemuster involviert ist, sollte es ja entweder einfarbig oder nur leicht meliert sein. Welch glücklicher Zufall also, dass ich beim vorletzten Ausflug in den Wollladen etwas Passendes erspähte. Zuerst sprachen mich die sommerlichen Farben an, aber unmittelbar danach auch die haptische Qualität. Die Mischung aus Seide und Baumwolle weckte beim Anfassen sofort Begehrlichkeiten und versprach ein höchst angenehmes Tragegefühl. Das sich auch hundertprozentig bestätigt hat. Das Modell hat mich überzeugt, obwohl ich ansonsten mit Rundpassen auf dem Kriegsfuß stehe. Sie passen mir einfach nicht! Und ich mag vor allem nicht, dass die Ärmel dabei kaum jemals gut sitzen. Hier jedoch ist der M

Wilder Nadeltanz

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Ein kraus rechter Pulli, der kein bisschen langweilig zu stricken ist? Das geht doch gar nicht, oder? Doch! Das geht, wenn man den Eingebungen einer begnadeten Designerin folgt. Dann entsteht nämlich sowas: Zugegeben: Ein wenig Strickerfahrung und Selbstvertrauen sollte man schon mitbringen, wenn man sich an das Garter Stitch Bias Top von Sybil R . wagt. Für jemanden, der Anleitungen braucht, in der jede Reihe in jeder Größe vorgegeben ist, ist das nichts. Aber man sollte sich auch nicht davon abschrecken lassen, dass da in der Beschreibung einiges an Arithmetik vorkommt (und HUCH!, sogar Wurzeln!). Denn selber rechnen muss man letztlich gar nicht so viel. Sobald man ermittelt hat, wie viele Maschen anzuschlagen sind, kann man letztlich einfach nach Augenmaß weitermachen. Der Anfang sieht in der Tat höchst unkonventionell aus: Das Dreieck oben bildet den Rücken und die Schräge unten die erste Hälfte des V-Ausschnitts. (Und ja, ich darf das so detailiert beschreiben, denn dieses wunder

Sommerpulli halb und halb

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 Da dieses Jahr ja - in Ermangelung von Wollfesten - überwiegend dem Stashabbau dient, habe ich mich eines etwas älteren Garnpostens bedient. Die etwas ungewöhnliche Mischung aus Baumwolle, Wolle und Yak ruhte seit August 2017 in der Kiste, als ich bei einer Geschäftsaufgabe so richtig zugeschlagen hatte . Und von dem danaligen Großeinkauf ist immer noch was übrig!  Aber zumindest dieses schöne, satte Rot ist nun einer endgültigen Bestimmung zugeführt. Weil ich damals Garn in erster Linie unter dem Aspekt eingekauft habe, ob die Menge für ein Tuch reicht, war die Entscheidung für ein Oberteil etwas knifflig. So um die 800 Meter können zwar reichen, aber je nachdem, wie sich das Garn verhält, kann das schon etwas knapp werden. Ich bereitete mich seelisch darauf vor, zur Not das Ganze ohne oder nur mit leicht angeschnittenen Ärmeln zu fertigen. Das hieß aber: Ich musste mich auf alte Fertigkeiten besinnen und seit langem mal wieder ein Top von unten nach oben stricken, unter eifriger Zuh

Es grünt so grün ...

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... und das gleich mehrfach. Denn der neueste Streifenpulli ist zügig fertig geworden; ich habe sogar ein ganzes Knäuel übrig behalten. Mal sehen, ob ich das umtausche oder später noch irgendwo dazwischenmogle. Mit Tragefotos kann ich allerdings nicht aufwarten, denn es hat hier indiskutable 11 Grad und regnet.  Das ist die denkbar simpelste Variante eines RVOs - einfach kastenförmig, mit einem rechteckigen Halsausschnitt und reichlich positive ease . Ich habe mir sogar verkürzte Reihen im Rücken gespart, denn wie man sehen kann, ist die vorgegebene Streifenfolge bei dem Garn absolut regelmäßig und verkürzte Reihen hätten das Bild nur gestört. Damit sind die Garneinkäufe dieses Jahres auch schon verbraucht. Macht aber nix, denn ich habe in den Lagerkisten noch einiges gefunden, an das ich schon gar nicht mehr gedacht habe. Gibt also demnächst wohl noch mehr Pullis, aber davon berichte ich im nächsten Post. Wenden wir uns statt dessen dem sonstigen Grün zu. Der Pulli ist nämlich (falls

Regenbogenmonat

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Achtung, was jetzt kommt, könnte die ein oder andere langjährige Leserin schockieren!  Ich habe Socken gestrickt!! Natürlich keine normalen. Die finde ich bekanntlich sowohl langweilig als auch unnütz. (Ich habe Schuhgröße 42. Das bedeutet: Ich bin schon froh, wenn ich Schuhe finde, in die ich mit normalen Strümpfen reinpasse - jeder zusätzliche Millimeter ginge schon wieder zu Lasten der Bequemlichkeit.) In den seltenen Fällen, in denen mich Socken reizen, ist es also nur wegen einer besonders ungewöhnlichen  Konstruktion (siehe die Hattu Socks im letzen Jahr). Nachdem das Regenbogen-Tuch, das ich Euch im letzten Post vorgestellt habe, sicher nicht so schnell fertig wird, wollte ich  auf jeden Fall noch ein Projekt in den Pride-Farben anschlagen, das auch tatsächlich im laufenden Monat abgeschlossen wird. Und für so einen Quickie bieten sich Socken natürlich an. Ich beschloss, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und endlich einmal was von einer meiner Lieblingsdesignerinnen z

Pulli geht immer

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Am besten sollte man nur noch kurzärmlige Pullis stricken. Denn ohne die nervigen Ärmel geht das dann doch erfreulich schnell. Ursprünglich sollte das ja noch ein weiterer Flare werden, aber dann hatte ich doch Lust auf ein klein wenig Abwechslung und habe mich für einen runden Ausschnitt mit einem kleinen Lochmuster entschieden, das ich dann an den Ärmeln und an der unteren Kante wiederholt habe. Statt einer ausgeprägten A-Linie habe ich nur ab Taillenhöhe ein paar Maschen zugenommen. Dass das Garn so einen hohen Polyanteil hat, war mir beim Einkauf gänzlich entgangen; da habe ich natürlich nur auf die Farben und das rote Etikett geguckt! Beim Stricken merkte man davon auch nichts, im Gegenteil: Selten ist ein Garn so angenehm über die Nadel gerutscht. Deshalb ist dieser Pulli auch so schnell fertig geworden, lange vor dem grünen, den ich zur gleichen Zeit angefangen habe. Obwohl ich eigentlich auf die Grüntöne mehr Lust hatte. Aber das leicht unregelmäßige Leinenmischgarn bremst ein

Absolut kein Wrack!

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 Kaum spielt man ein paar Jahre mit dem Gedanken, passiert's auch schon! Das erste Kreistuch ist vollbracht! Nachdem ich so lange damit geliebäugelt habe, ist es dann doch ganz schnell gegangen, sobald ich mich endlich aufgerafft hatte. (Die Anfänge sind hier zu besichtigen.) Das Langwierigste dabei war fast, sich für ein Exemplar zu entscheiden. Es gibt zwar viele hübsche Modelle, aber bei den meisten sind mir einfach zu viele Lacemuster im Spiel und das sieht dann eben doch schnell wie die schon öfter zitierte Tischdecke aus.  Die Gefahr bestand bei dem Modell, das ich dann schließlich gefunden habe, nicht. Es vereint gleich mehrere Vorteile:   Es ist ein "echtes" Pi-Tuch, bei dem nur in bestimmten Reihen die Maschenzahl verdoppelt wird. Man muss also nicht ständig an Zunahmen denken. Der Musteranteil ist relativ gering. Trotzdem sind es echte Lacemuster (mit Umschlägen in jeder Reihe). Die lassen sich in der Runde aber recht entspannt stricken, weil man es immer nur m

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