Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen

Dieser Spruch beschreibt annähernd meine Haltung zum Aufräumen. Und der Hang zum gepflegten Chaos erstreckt sich auch auf meine Strickbibliothek. Bei den Büchern ist das weiter kein Problem, denn deren Anzahl ist relativ überschaubar, weil nur wenige Gnade vor meinen Augen finden. Aber über die Jahre hat sich doch einiges an Zeitschriften angesammelt, die in verschiedenen Regalecken lagern und immerhin meist zumindest nach Erscheinungsdatum geordnet sind.


In Prä-Ravelry-Zeiten habe ich darin ziemlich regelmäßig geblättert und wusste daher meist recht genau, wo eine bestimmte Anleitung zu finden war. Aber seit ich sie seltener nutze, ist auch die Erinnerung ziemlich verblasst.

Aber das wird jetzt alles anders! Am Wochenende war ich wegen des beginnenden Teststricks für das Schattenreich fast durchgehend auf Ravelry und da stieß ich in der Bibliothek auf ein nützliches Feature, das einigen von Euch bisher vielleicht auch entgangen ist: Man kann dort nämlich seine Zeitschriften und Bücher eingeben, und Ravelry integriert dann automatisch die darin enthaltenen Anleitungen in die eigene Bibliothek.

Nachdem der verregnete Sonntagnachmittag überaus geeignet war für ein bisschen Fleißarbeit, habe ich das gleich ausprobiert. Die Eingabe ist überaus komfortabel und es hat nur wenige Stunden gedauert, bis meine Bibliothek von rund 250 auf knapp 6000 Einträge angewachsen war. Und das ist Anlass für grenzenloses Entzücken, denn die exzellenten Suchmöglichkeiten von Ravelry lassen sich ja auch auf die Biblithek anwenden. Ich kann also zum Beispiel auf Anhieb die 357 Anleitungen für Jacken sehen, die sich in meinem Besitz befinden und es auf die 72 eingrenzen, die Garn mit einer Lauflänge von rund 240 Metern auf 100 Gramm verwenden. Wie schnell ich die entsprechende Anleitung dann tatsächlich in meiner Wohnung finde, ist wieder ein anderes Thema ...

Eine kleine Einschränkung gibt es dabei. Raveltry kann natürlich nur die Stücke zeigen, die vorher jemand dort in die Datenbank eingegeben hat. Und speziell die deutschen Zeitschriften sind mit diesem Service noch etwas nachlässig und tragen meist nur eine Handvoll Projekte aus einer Ausgabe ein. Aber auch so bedeutet das eine immense Erleichterung bei künftigen Suchen. Ihr könnt Euch ja gern einmal in meiner Bibliothek umsehen, falls Ihr bis jetzt noch nicht überzeugt seid. Ich gehe auch gleich mal stöbern, um zu schauen, welche vergessenen Schätze ich eigentlich habe ...





Kommentare

  1. Ja, die Ravelry-Bibliothek ist eine wahre Schatztruhe, das habe ich auch vor einiger Zeit entdeckt, als ich meine Strickbücher dort eingehämmert hatte. Da ging es mir eigentlich nur darum, immer mal nachgucken zu können, was ich habe, um Doppel-Käufe möglichst zu vermeiden, dass deren Inhalt dann automatisch aufgelistet wird, das hat mich begeistert! So sehr, dass ich alle Strickbücher zusammengesammelt und im Wollregal untergebracht habe, was heißt, das sind die einzigen Bücher, bei denen jetzt Ordnung herrscht!
    Mit den Zeitschriften ist das auch einen Versuch wert, aber ich denke, bei meinen Uralt-Sabrinas usw. wird das eher nicht so erfolgreich laufen. Aber wie immer - Versuch macht kluch.
    Liebe Grüße
    Regina

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    1. Meine Sabrinas gehen zurück bis 2003. Die wurden alle problemlos erkannt. Nur bei den Sonderheften war meistens Ebbe.

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  2. Danke!! Danke für den Tipp! Ich hab dann mal aufgeräumt....
    liebe Grüße
    Ele

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    1. Ist ein richtig befriedigendes Gefühl, nicht wahr? Auch wenn die Ordnung nur online ist ...

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