Stricken als Meditation

Eigentlich war ich ja in der zweiten Hälfte des letzten Monats ziemlich monogam und habe fast ausschließlich an dieser Stola gestrickt. Weil man das Muster schnell verinnerlicht hat, hatte das fast etwas Meditatives. Letzte Woche hatte es mich dann aber doch in den Fingern gekribbelt und ich musste ein Mosaik anschlagen. Welches sich als ziemliches Ärgernis erwies, aber davon mehr demnächst. Jedenfalls bin ich am Wochenende wieder reumütig zu dem hier zurückgekehrt und habe mich dankbar in die bekannten Wiederholungen versenkt.


Mit zwei einfarbigen Garnen würde ich das allerdings um nichts in der Welt stricken wollen! Der Zauberball mit seinen leuchtenden Farben hat hier einmal mehr für die nötige Abwechslung und das Strickvergnügen gesorgt. Wobei die Farben durch die Kombination mit dem hellgrauen Garn durchaus etwas gedämpfter erscheinen als am Knäuel.


 Die Kombination hatte allerdings noch einen weiteren Vorteil: Das Alpakamischgarn macht die gesamte Haptik ungemein fluffig und weich. Obwohl ich ohnehin nicht zu denen gehöre, die die Zauberbälle als kratzig empfinden. Die in Stärke 6 fühlen sich ohnehin trotz Poly-Anteil etwas weicher an; mir kommt es so vor als ob die nicht ganz so fest verzwirnt sind. Und außerdem habe ich den Eindruck, dass sich die Farbwechsel hier schneller einstellen als beim regulären Zauberball. Wie man sieht, tut sich hier schon alle fünf bis sechs Reihen etwas Neues. Was bei dem eintönigen Muster natürlich ganz und gar nicht geschadet hat. 


Die kleinen Rauten werden, wie schon erwähnt, durch tuck stitches gebildet, was sie schön plastisch hervortreten lässt, auch nach dem Waschen.

Das Waschen hilft auch der faulen Strickerin ungemein. Ich hatte bei 1,80 Meter abgekettet in der Hoffnung, dass das Gestrick, ähnlich wie beim Mosaic Mania, noch rund einen halben Meter wachsen würde. Und das ist auch ziemlich exakt eingetroffen (Maße vorher: 182 x 45 cm, nachher (flach getrocknet, ohne Spannen): 230 x 48 cm).


 Jetzt bin ich jedenfalls rundum zufrieden und warte auf das kommende Wochenende, dass Einkuschel-Wetter bereitstellen soll. Und natürlich muss ich mir ein neues Meditations-Objekt suchen ...




 Garn:
  • 200 g Schoppel Zauberball Stärke 6 (75% Schurwolle, 25% Polyamid), LL 400 m / 150 g, Farbe 2404 ("Tiefe Wasser")
  • 140 g Juniper Moon Farm Herriot Fine (75% Alpaka, 25% Polyamid), LL 420 m / 100 g, Farbe 2001 (Travertine)
Nadelstärke: 3,75 mm

Anleitung: Quiet Flow

Kommentare

  1. Toll��. Wenn Du eine Anleitung auf RaveLars planst, werde ich bestimmt eine Deiner ersten Käuferinnen sein. ��

    Liebe Grüße aus dem Sauerland

    Andrea

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    1. Soll natürlich Ravelry heißen.....

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    2. Hallo Andrea,
      ja, ja, die Autokorrektur ...
      Die Anleitung dazu gibt's bestimmt bald, sich schon im Laufe dieses Monats. Bei rechteckigen Teilen ist das Aufschreiben ja nicht ganz so schwer.
      Liebe Grüße
      Ute

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  2. Wie Schön! Einkuschelen verplichtet!

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  3. Das sieht sehr schoen aus und ist bestimmt sehr kuschelig.

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  4. Mir hat das Teil ja von Anfang an gefallen und jetzt erst recht! Super schön und mir schwirren schon die verrücktesten Kombi-Möglichkeiten durch die Birne... Aber ich habe gefühlte hundert UfOs liegen, da sollte ich mich erstmal bremsen.
    Mit den verschiedenen Zauberbällen kann ich Deine Einschätzung nur bestätigen, ich habe gerade einige der "Edition 3" verstrickt, die sehr unterschiedlich lange/kurze Farbabschnitte haben, teilweise extrem kurze. Was die Haptik betrifft - es ist für mich bislang der weichste und kratzfreiste Zauberball überhaupt und es ist kein Poly drin. Fast denke ich, dass selbst ich das auf der Haut tragen könnte ;-)
    Liebe Grüße zum Feiertag
    Regina

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  5. Ich bin beim Stricken nicht so experimentierfreudig und so musste ich erst mal googlen was "tuck stitches" ist!! Klingt sehr interessant und der Schal ist wunderschön!
    LG Monika

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