Mehr Mosaik geht nicht

Wir erinnern uns: Mein Unterfangen, eine Stola zu stricken, die komplett aus Mosaikmustern bestand, stand anfangs unter keinem guten Stern. Ursprünglich startete das Projekt ja mit dem Ziel, einen orangeroten Bobbel aus dem Stash zu verarbeiten. Aber weder mit dem neu hinzukauften schwarz-grünen Garn ( rechts unten) noch mit dem ebenfalls neuerworbenen Gomitolo-Bobbel (rechts oben) gelang es, das Muster halbwegs sichtbar zu machen. (Auf den Fotos sieht man es noch besser als in der Realität.) Erst die Kombination des neuen Bobbels mit Drops Alpaka aus dem Stash stellte mich halbwegs zufrieden. Von letzterem hatte ich allerdings nicht mehr genug, so dass ich - ihr erratet es - nachkaufen musste. (So ähnlich endet es immer, wenn ich gezielt versuche, Stash abzubauen.)

Eigentlich war das auch der Beginn meiner derzeitigen Mosaik-Besessenheit, aber nach dem fünften Start (ich hatte die Orange-Varianten auch noch mit umgekehrter Farbgebung getestet) war die Lust auf dieses Teil auch schon wieder ziemlich erlahmt. Zumal da auch einiges an Rechenarbeit erforderlich war, um die Muster aufeinander abzustimmen. Und nicht zuletzt gab es die Befürchtung, ob das mit der durchgehenden Randborte nicht eher aussieht wie ein Tischläufer. Diesbezüglich habe ich mich aber schnell selbst beruhigt, denn ich trage das Ding ja nicht vor mir her, sondern so um den Hals gewickelt, wie es sich gerade ergibt. Und da sieht man, na ja, nur Muster.


Die Sache mit den unterschiedlichen Mustern erwies sich beim Stricken übrigens als reiner Segen. Denn anders als sonst stellte sich das übliche "Das wächst ja gar nicht"-Gefühl nicht ein, weil ich mich schön von Abschnitt zu Abschnitt vorhangeln konnte.



Dass der Schal/Wrap nun so plötzlich doch zügig fertig wurde, liegt aber nicht allein daran, sondern auch an meiner selbstauferlegten Challenge. Denn damit sind's noch ... 7.818 Meter bis Leipzig.


Maße: vor dem Waschen 178 x 45 cm, danach 214 x 42 cm (flach getrocknet, leicht gespannt)

Garn:
  • 164 g Lana Grossa Gomitolo Versione (60% Schurwolle, 40% Polyacryl), LL 700 m / 200 g, Farbe 416.
  • 172 g Drops Alpaca (100% Alpaka), LL 167 m / 50 g, Farbe 9020
Nadelstärke: 4,0 mm

Kommentare

  1. Ja, der helle Untergrund war wohl die bestmögliche Lösung des Kontrastproblems. Der "Tischläufer" ist jedenfalls absolut genial geworden, was für eine großartige Mustervielfalt! Die "Versione" ist ja sehr ergiebig und der Verlauf genau richtig für solche Projekte. Allerdings finde ich sie auch reichlich "ruppig". Egal, das Teil ist Spitze - werde ich es demnächst in Leipzig bewundern können? Langsam bin ich ja überzeugt, dass Deine Challenge ein Erfolg werden wird :-)

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    1. Wohl wahr, streichelweich ist die Gomitolo nicht gerade. Aber das relativiert sich aufs Wunderbarste in der Kombination mit dem Alpaka, so dass das Gesamtwerk eindeutig zum Kuscheln einlädt. Womit ich in Leipzig meinen Luxuskörper umhüllen werde, weiß ich natürlich jetzt noch nicht. Aber wenn Du es persönlich in Augenschein nehmen willst, kann ich es ja auf alle Fälle einpacken. Falls es nicht zu viel Platz für neues Garn wegnimmt ...
      Das mit der Challenge bleibt spannend. nachdem ich grade wieder sehr kontraproduktiv eine größere Portion ribbeln musste!

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  2. Genial!
    Ein toller Schal ... den würde ich sogar tragen wollen - dabei kann ich grad kaum Wärme am Hals vertragen!

    LG Gwen

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    1. Danke, Gwen. Allerdings ist der wegen dem Alpaka tatsächlich recht warm. Aber es spricht ja nichts gegen eine Version mit dünnerem Garn ...

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  3. Wieder mal ein Toller Schal von dir! Super schön und würde ihn gerne nachstricken. Wo bekomme ich die Anleitung her?

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    1. Danke, Gerda. Die Anleitung wird's irgendwann in den nächsten Wochen bei Ravelry geben. Aber das kann noch etwas dauern, denn ich habe beim Stricken nicht mitgeschrieben, sondern mir vorher einfach bloß ein paar Charts gemalt.

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