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Sommerlicher Schwarzarbeiter

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Die Fertigstellung meines letzten Sommer-Tops für dieses Jahr hat sich gefühlt ewig hingezogen. Aber ein paar ausgedehnte Fahrten im öffentlichen Nahverkehr haben den Prozess dann doch erheblich beschleunigt. Darf ich vorstellen: 'Summer' von Ankestrick.


Gearbeitet wird das Shirt von oben nach unten, die Schulterpartie entsteht durch verkürzte Reihen. Eine angenehme Konstruktion, die leicht nachzustricken ist. Die Anleitung ist auch gut geschrieben, allerdings etwas oberflächlich redigiert (gelegentlich ist von Zunahmen die Rede, wo Abnahmen stehen müssten). Da die Maschenprobe meines Garns vom Originalgarn abwich, habe ich eine Größe größer gestrickt und das ergab auch genau die gewünschten Maße. (Nicht dass ich eine Maschenprobe gestrickt hätte, ich habe mich einfach auf die Angaben auf der Banderole verlassen, das kommt bei mir für gewöhnlich genau hin.)

'El Linio' ist das perfekte Garn für alle, die Leinen normalerweise nicht gerne verstricken, weil es zu sperrig …

Magnetisch angezogen

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Bei der Strickerei herrscht gerade eine kleine Flaute. Die wird aber ausgeglichen durch eine aufregende Neuentdeckung: magnetische Tuchhalter. Falls Ihr jetzt sagt. "So ein alter Hut, kenne ich schon lange", könnt Ihr sofort aufhören zu lesen.

Für alle anderen: Magnettuchhalter sind genau das, was der Name besagt: Mehr oder weniger kleine Broschen, die anstatt der ungeliebten Nadeln, die unser kostbares Strickwerk durchlöchern, mit starken Magneten versehen sind.


Und wenn ich sage 'stark', meine ich wirklich stark! Wenn man nicht aufpasst, kann man sich tatsächlich die Finger einklemmen!
Die Broschen bestehen aus zwei Hälften, in deren Mitte Magnete befestigt sind. Die eine Hälfte kommt unter das Tuch, die andere darüber, wobei da - je nach Drapierlaune - ruhig mehrere Schichten vom Tuch dazwischen sein dürfen.


Die Designs, die ich bis jetzt entdeckt habe, sind nicht so wahnsinnig aufregend, aber die Dinger erfüllen ihren Zweck zu hundert Prozent. Nachdem mir eine St…

Auf den Nadeln im August

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Viel ist im vergangenen Monat zwar nicht passiert, aber die gute Nachricht ist, dass ich wenigstens zwei meiner Hirnlos-Projekte fertiggestellt habe, wenn sie auch unterschiedlich zufriedenstellend ausfielen: das Schlabberjäckchen und den Twist-Schal. Ersteres ist, gerade wegen seiner Schlichtheit, sofort zum Dauerbegleiter geworden. Letzterer erfreut ausschließlich wegen der Farbe(n), mit der Kante kann ich mich nach dem Waschen nicht so recht anfreunden.


Der 'Moth Cloth' ist dagegen ganz nach Wunsch geraten, testgestrickt und bei Ravelry auf erstaunliche Beliebtheit gestoßen. Hätte ich bei der schlichten Konstruktion gar nicht gedacht. Und auch nicht gedacht hätte ich, das der mit dünnerem Garn seine Wirkung entfaltet. Aber Adelheid hat da mal eben in rasender Geschwindigkeit und mit Lacegarn die perfekte Ergänzung zu ihrer Fair Isle Mütze gezaubert:


Nach Beendigung des bunten Schals hatte ich kurz das Gefühl, dass ich gar nichts mehr auf den Nadeln habe. Aber eine oberfläch…

Let's twist again ... und: warum ich (fast) keine Strick-Podcasts mag

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Das bunte Teilchen, das ich zur Belohnung angeschlagen hatte, nach der Mühsal mit dem Leinenpulli, hat sich dann doch ziemlich hingezogen. Rückblickend kein Wunder, denn das Endprodukt - eher ein Schal als ein Tuch - erstreckt sich über stolze 2,80 Meter. Haupthinderungsgrund war aber natürlich, dass die Motivation, nur kraus rechts zu stricken, zwischendurch arg abhanden kam.



Nun war es ausgerechnet ein Video-Podcast, nämlich dieser hier, der mich so gut unterhielt, dass sich der Schal quasi schmerzlos und nebenbei erledigte. Dabei habe ich mit Strick-Podcasts eigentlich ein Problem. Und zwar eines, das a) mit meinem fortgeschrittenen Alter und b) mit meiner beruflichen Herkunft zu tun hat.

Ich entstamme nun mal einer Generation, die mit öffentlich-rechtlichem Rundfunk aufwuchs. Selbst wenn man deren Inhalte mal beiseite lässt. heißt das zumindest eines: Ich erwarte von "Sendungen" aller Art einen vernünftigen Aufbau und eine redaktionelle Selektion und Aufbereitung. Dazu …

Schlabberjäckchen

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Ist schon wieder Jacken-Wetter? Da trifft es sich ja gut, dass wenigstens eines meiner Langweiler-Projekte diesen Monat doch noch fertig geworden ist.



Das Baumwoll-Bändchengarn in dem leicht changierenden Grünton hatte es mir vor zwei oder drei Jahren unheimlich angetan; aus dem geplanten Kurzarm-Pulli ist aber nie etwas geworden. Allerdings fiel mir bei den verschiedenen Anstrick-Versuchen auf, dass Kraus-Rechts-Gestrick damit ungemein gut wirkt. Daran erinnerte ich mich wieder, als ich eine andere Jacke aus dem Schrank zog, die ich schon längst mal nachstricken wollte



Das Ideal, an dem ich mich orientieren wollte, ist allerdings nicht selbstgestrickt, sondern gekauft. Wie das passieren konnte? Nun, irgendwann im letzten Jahrhundert begab es sich, dass ich fernbeziehungsbedingt in Köln weilte und sich unvorhergesehen plötzlich die Notwendigkeit für ein etwas eleganteres Outfit ergab. Und die schwarze Schönheit ist ein Teil davon.

Dass das Jäckchen so schön fällt,verdankt es nicht zu…

Sommerloch?

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Nicht doch, ich habe das Stricken keineswegs eingestellt, auch wenn es hier gerade etwas ruhiger zugeht. Allerdings war ich übers Wochenende zunehmend von lähmender Langeweile erfasst. Irgendwie hat es sich nämlich ergeben, dass alle laufenden Projekte mehr oder weniger ausschließlich aus kraus rechts oder glatt rechts bestehen. Das ist auf Dauer doch sehr eintönig. Außerdem sind alle noch meilenweit von einem Abschluss entfernt, was der Motivation auch nicht gerade zuträglich ist. Ich bin doch keine Strickmaschine!!


Das zuletzt begonnene Projekt wäre auch nicht weiter erwähnenswert (wird bloß wieder so ein langweiliges Kurzarm-Top), aber ich will doch kurz auf das Garn hinweisen, das die Leinen-Verweigerer unter Euch vielleicht bekehren könnte. Es handelt sich um El Linio von Schoppel. Das ist, obwohl es zu hundert Prozent aus Leinen besteht, kein bisschen hart, weil es nämlich zu einem ganz feinen Bändchen verarbeitet wurde:


Es strickt sich sehr angenehm und hat ganz leichte (gewoll…

Du kriegst die Motten ...

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... ist so ungefähr das erste, was mir zu meinem neuesten Tuch einfällt. Aber natürlich sind sämtliche Löcher pure Absicht und ohne tätige Mithilfe von ungeliebten Insekten entstanden. Ich wollte schon länger was mit richtig großen Löchern machen und das Leinengarn von Karen Noe schien mir das perfekte Material dafür.


Und das hat sich auch voll und ganz bewahrheitet. Nach der fürchterlichen Folter mit den Schoko-Rippen war dieses Garn das reinste Vergnügen. Es hat zwar den klassischen Leinengrip und ist ganz leicht unregelmäßig (das will man ja für den typischen Leinen-Look), aber es ist gleichzeitig glatt und matt glänzend. Ich nehme an, der Grund dafür ist, dass es nass gesponnen ist. Und dass einer der vier Fäden aus Baumwolle ist, dürfte auch nicht schaden.


Ausnahmsweise habe ich all die anderen schönen Farben links liegen gelassen und mich für eine Kombination reiner Naturtöne entschieden. Einerseits, weil ich das bei Leinen ganz gerne mag. Und andererseits, weil ich mindestens d…