Ganz schön wild

Es beschwichtigt das schlechte Gewissen wegen der Wollkäufe ungemein, wenn zwischendurch auch mal was fertig wird. Und diesmal sogar wieder ein größeres Exemplar.

Ich hatte neulich ja schon kurz mein Dilemma mit melierten Garnen beschrieben und eines der Sorgenkinder aus dem Stash vorgestellt. Als Lana Grossa vor gut drei Jahren das Sortiment mit handgefärbten Garnen auf den Markt brachte, hatte ich nämlich kräftig zugeschlagen. (Das war, bevor ich um den ökologischen Irrsinn wusste, dass das Garn dafür im Prinzip zweimal um den Erdball geflogen wird, nur damit arme Inderinnen möglichst billig die Arbeit verrichten.)

Bei Sorgenkind Nr. 1 schwebte mir schon beim Kauf vor, dass man das gut mit schwarz oder weiß kombinieren könnte. Und vermutlich hatte ich dabei in erster Linie Brioche im Kopf (weil ich damals immer Brioche im Kopf hatte). 

Als ich dann schließlich zu den Nadeln griff, stand zweierlei fest: Es sollte ein Kraus-Rechts-Tuch werden, das durch ein Mosaikmuster aufgelockert wird und es sollte sowohl Schwarz als auch Weiß zum Einsatz kommen, und zwar jedes davon auf einer vertikalen Hälfte des Tuchs. Denn je nach Beigabe entfaltet das bunte Garn eine unterschiedliche Wirkung, wie man im direkten Vergleich gut sehen kann:

Um das Mosaikmuster vom Rest schön abzugrenzen, habe ich noch zwei Farben nachgekauft, die im bunten Garn überwiegend vertreten waren, und sie ebenfalls mit weiß bzw. schwarz eingerahmt.

Am längsten dauerte die Entscheidung für ein Mosaikmuster. Ursprünglich schwebte mir eines dieses kleinteiligen, mädchenhaften Flechtmuster vor. Aber als das Tuch voranschritt, wurde klar, dass da als Blickfang etwas Großflächigeres her musste, da der optische Eindruck durch das melierte Garn ohnehin schon etwas unruhig war. Und natürlich mussten, der Logik folgend, auch beim Muster Schwarz und Weiß nach der Hälfte vertauscht werden.

Das Ergebnis ist ein Blickfang, bei dem das melierte Garn nur eine unterstützende Nebenrolle einnimmt. Und das, egal wie man es wickelt, auf jeden Fall nicht langweilig aussieht.

 Ehe mir für die verbliebenen melierten Mixturen etwas einfällt, werde ich aber vermutlich etwas mit den Neuerwerbungen anschlagen. Ist doch klar, das die aktuell am reizvollsten sind ...

 

Maße: 186 x 77 cm vor dem Waschen, 232 x 87 cm gewaschen und leicht gespannt

Garn:

  • 190 g Lana Grossa Cool Wool hand-dyed (100% Schurwolle), LL 320 m / 100 g, Farbe 106
  • 90 g Lana Grossa Cool Wool (100% Schurwolle), LL 160 m / 50 g, Farbe 433 (schwarz)
  • 90 g Lana Grossa Cool Wool (100% Schurwolle), LL 160 m / 50 g, Farbe 432 (weiß)
  • 45 g Lana Grossa Cool Wool (100% Schurwolle), LL 160 m / 50 g, Farbe 537 (pink)
  • 47 g Lana Grossa Cool Wool Big (100% Schurwolle), LL 120 m / 50 g, Farbe 941 (grün)

 Nadelstärke: 3,75 mm 



Kommentare

  1. Einmal mehr ein traumhaftes Tuch- ich bewundere Dich sehr für Deine Ideen und die perfekte Umsetzung!

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  2. wuuunderschön, zu 100% nach meinem farbgeschmack! wenn du auf ihn einmal verzichten möchtest, bitte bei mir melden! lg nora

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    1. Das ist leider höchst unwahrscheinlich, liebe Nora. Zwar weicht es ein wenig von meinen gewöhnlichen Farbvorlieben ab, aber ich finde es überaus erfrischend.

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