Lava und Basalt
Eine alte Idee in neuem Gewand!
Den Schal habe ich jetzt tatsächlich schon zum dritten Mal gestrickt und eigentlich hatte ich das gar nicht mehr vor. Aber das rot-orange-gelb melierte Tweedgarn mit den dunklen Einsprengseln hat mir nun auch schon ein paar Jahre Kopfzerbrechen bereitet. Ich wusste einfach nicht, was ich damit anfangen sollte.
Im Vorfeld des diesjährigen Vaterstettener Wollmarkts hatte ich mir dann überlegt, dass ich mir zusätzlich dunkelgraues Garn holen würde, um es damit zu kombinieren. Und weil zwei Stränge von dem Tweedgarn nun wirklich zuviel waren, wollte ich es auf jeden Fall mit doppeltem Faden verstricken. Von da war es nicht mehr weit bis zu dem Gedanken: Moment, dick und dünn Kontrast? Da war doch schon mal was ...
Genau! 2022 und 2023 hatte ich jeweils recht dickes Effektgarn, das in beiden Fällen vor dem Nachdenken angeschafft wurde und sich überhaupt nicht für Soloprojekte eignete.
Damals hatte ich die (wie ich finde immer noch geniale) Idee, das mit Silkmohair der gleichen Farbe zu kombinieren und mit recht großer Nadel (5,0 mm) zu stricken. Das ergab im glatt gestrickten Mohairteil einen wunderbaren, halbtransparenten Effekt. Und die Musterreihen aus dem Effektgarn mit Tuckpünktchen und verküzten Reihen dazwischen hoben sich schön plastisch ab. Bei dem roten Schal, der zuerst kam, hatte ich auch gleich eine wichtige Lektion gelernt. Nämlich dass ein diagonal gestricktes Rechteck, sich eher in die Länge zieht und etwas von der ursprünglichen Breite verliert. Deshalb hatte ich bei der zweiten Variante gleich eine ordentliche Handvoll mehr Maschen draufgelegt.Mit der neuen Maschenzahl wurde dann auch Version Nummer drei in Angriff genommen. Mit Sockenwolle statt Mohair wird das bei gleicher Nadelstärke immer noch recht luftig, aber bei weitem nicht so transparent. Macht aber nix, denn der starke Farbkontrast entwickelt dafür einen ganz eigenen Charme, oder was meint Ihr? Was ist besser, Ton in Ton oder Gegensätze?
Jetzt muss nur noch endlich jemand die Anleitung dafür fertigstellen ... Realistisch betrachtet wird das dieses Jahr nichts mehr, aber ich nehme mir ganz fest vor, dass ich das bis Anfang Januar hinkriege.
Und jetzt darf ich zur Belohnung sofort das Regenbogenset von letzter Woche auspacken, wickeln und anstricken!
Maße: 220 x 42 cm
Garn:
- 124 g Stardys Spinnerey Donegal Tweed (100 g Schurwolle), LL 400 m / 100 g, (doppelt verstrickt), kein Farbname
- 172 g Stardys Spinnerey Yak Socks (70% Merino, 20% Yak, 10% Polyamid), LL 400 m / 100 g, Farbe: Kohle
Nadelstärke: 5,0 mm
Anleitung: Schleiertanz



Ich mag dich und deine Arbeiten, die zu zeigst sehr! Nur nimmt die Werbung auf deinem Blog nun überhand und stört doch sehr. :(
AntwortenLöschenLG Chrissi
Ich habe das Gefühl, das macht Google seit ein paar Monaten auf allen Plattformen. Darauf hat man als Creator keinen Einfluss. Aber anders als bei YouTube sollten hier Adblocker problemlos funktionieren ...
LöschenDoch, dickere Nadeln sind tatsächlich der einzige Weg, mich zum Lockerstricken zu bekommen und das auch so durchzuhalten. Dann muss ich ziemlich aufpassen, nicht versehentlich Maschen tiefzustechen, weil die darunterliegende Reihe ja sehr locker ist, während die abzustrickende Masche ganz fest auf der Nadel liegt, aber das geht schon. Was mich aber wirklich stört: locker gestricktes wird bei mir deutlich ungleichmäßiger.
LöschenUps, das ist jetzt an der falschen Stelle gelandet, sorry.
LöschenVielleicht ist Brioche da hilfreich, denn durch den zusätzlichen Umschlag über den Maschen bleibt die Fadenspannung eher gleich.
LöschenMich sprechen tatsächlich die Ton-in-Ton-Tücher mit Kontrast durch Garnstärke mehr an. Ich tue mich allerdings ziemlich schwer damit, Lacegarne so richtig locker zu verstricken (notorische Brettstrickerin). Auf jeden Fall eine super Idee für Art Yarn, was ja in den allermeisten Strickprojekten schwer unterzubringen ist. Ich warte gespannt auf die Anleitung, was dann wohl tatsächlich meine erste gekaufte werden wird.
AntwortenLöschenFreut mich, dass Dir die Idee gefällt. Ich nehme an, einfach eine größere Nadel zu nehmen, hilft nicht, weil die dünnen Lacefäden dann trotzdem nicht gut rutschen?
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