Nur echt mit der Goldkante ...


Die Abschlusskante war in der Tat die größte Herausforderung am neuesten Mehr-Schal-als-Tuch. Zwar war die richtige Noppe schnell gefunden, aber die schiere Anzahl der kleinen Biester strapazierte die Geduld schon ein wenig.


Denn lange bevor ich den Geistesblitz mit der Kante hatte, hatte ich schon beschlossen, dass ich aus dem schönen Kaschmirgarn vom letztjährigen Wollmarkt ein langes, sichelförmiges Tuch mit geringer Tiefe machen wollte. Dass das natürlich hieß, dass da recht bald ziemlich viele Maschen auf der Nadel sind, hat mich nicht weiter gestört, obwohl ich mich, ganz gegen meine Gewohnheit, auf ein einziges Muster beschränkt habe. Das ließ sich aber ganz entspannt dahinstricken und gibt eine hübsche Struktur.



Was aussieht wie ein unspektakuläres Rippenmuster ist in Wirklichkeit wieder mal ein tuck stitch. Die Dinger haben es mir in letzter Zeit ja angetan. Wenn man das Gewebe gegen das Licht hält, wird die Struktur deutlicher sichtbar:



Was mich außerdem für das Muster eingenommen hat, ist, dass die Rückseite auch ganz ansehnlich ist. Auf die Weise kann man sich das Ding einfach um den Hals wickeln, ohne darauf achten zu müssen, wie es fällt.


Interessanterweise hatte die Nadelstärke bei diesem Muster kaum eine Auswirkung auf das Maschenbild. Ich habe mit 3,25 mm angefangen und dann schrittweise in regelmäßigen Abständen eine größere Nadel genommen, bis hin zu 4,0. Sieht man aber kaum:


Die prägnante Kante wie sie mir vorschwebte, wäre allerdings mit dem dünnen Lacegarn zu mickrig ausgefallen. Dafür habe ich mit Nadelstärke 6,5 mm drei andere Garne zusammen verstrickt. Zwei davon enthielten ein bisschen Glitzer (Goldkante!!), eines war ziemlich voluminös:


Zwei davon hatte ich sogar im Stash. Und obwohl ich gar nichts dagegen gehabt hätte, wenn die Farbe ein wenig abgewichen wäre, ergab sich ziemlich genau der gleiche Farbton.


Obwohl das Tuch im Grunde recht monoton ist, habe ich unmittelbar Lust auf ein zweites Exemplar. Ich möchte ausprobieren, wie die Maschenfolge mit Mohairgarn aussieht. Und mit einer bunten Abschlusskante. Aber inzwischen erfreue ich mich noch ein wenig an diesem Anblick:


Maße: 201 x 36 cm vor dem Waschen, 225 x 40 cm danach (flach getrocknet, nicht gespannt)

Garn:
  • 150 g Alte Künste Cashmere Lace pflanzengefärbt  (100% Kaschmir; Basisgarn: Pascuali), LL 340 m / 50 g, Farbe: Wüstensonne
  • 45 g Lana Grossa Brigitte No.2 (47% Alpaka, 45% Baumwolle, 8% Schurwolle), LL 150 m / 50 g, Farbe 020
  • 22 g Lana Grossa Splendid (72% Mohair, 21% Nylon, 7% Lurex), LL 167 m / 100 g, Farbe 004
  • 10 g Lanartus Galaxy (100%Polyester), LL 340 m / 25 g, Farbe 103
 Nadelstärken: 3,25 mm , 3,5 mm 3,75 mm, 4,0 mm, 6,5 mm

Kommentare

  1. Das ist genau mein Ding! Das fällt so geschmeidig und ist mehr ein Schal als ein Tuch. Und die Farbe ist genial

    LG

    Sylvia

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    1. Ich glaube, ich brauche auch noch mehr in dieser Form. Einmal um den Hals gewickelt verrutscht nichts mehr und es ist rotzdem nicht so nervig zu stricken wie ein Schal.
      Die Farbe war es auch, die den unmittelbaren Kaufimpuls ausgelöst hat ...
      Liebe Grüße
      Ute

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  2. Wunderschön!!! Und das Müsterchen passt ganz genau, damit macht das Tuch so richtig was her und ist viel schöner als kraus rechts ;-) Bin gespannt auf die Nachauflage und sinniere inzwischen heftig über dem Tuck-Stitch-Buch. Isjanichso, dass Du Viren schleuderst, ich bin nur immer viel zu schwach gegen all diese Herausforderungen.... ;-))
    Liebe Grüße
    Regina

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    1. Stimmt, und ich mag so kleine Strukturmuster ganz gerne. Und obwohl sich auch viel wiederholt ist es nicht so langweilig zu stricken wie kraus oder glatt rechts. Ich schleppe schon seit einem Dreivierteljahr so ein angefangenes Kraus-Rechts-Teil mit mir rum, das einfach nicht wachsen will, weil immer was Spannenderes dazwischenkommt.

      Liebbe Grüße
      Ute

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  3. Ein tolles Tuch mit Mini-Bommeln!!
    LG Monika

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