Sommervibes

 Ja, es geht etwas schleppend voran mit der Strickerei, in diesem Monat. Was vorwiegend daran liegt, dass immer, wenn ich mich hinsetze und zu den Nadeln greife, ein oder zwei Eichhörnchen auf dem Balkon auftauchen. Und dann muss ich natürlich sofort filmen.

Es gibt nämlich wieder Nachwuchs bei den Hörnchen. Da Nummer Drei (die Mutter) den Kleinen aber nicht zeigt, wie man auf den Balkon kommt, war ich einige Wochen damit beschäftigt, durch die Nachbarschaft zu streifen und sie im Geäst aufzuspüren. Mit rund elf Wochen haben dann doch noch zwei von den Vieren den Weg selbständig gefunden und seither ist es hier ziemlich betriebsam.

Da traf es sich gut, dass ich nur einen langweiligen RVO auf den Nadeln hatte, den man jederzeit einfach fallenlassen konnte. Wie gut, dass die Hörnchen nachts schlafen, denn so konnte ich den Pulli doch noch fertigstellen. Das Wetter schrie ja geradezu nach einem neuen sommerlichen Outfit. Allerdings: Kaum hatte ich abgekettet, wurde es wieder schlagartig kühler!


Welch glückliche Fügung, dass das passende Jäckchen letzten Sommer schon entstand!

Mit der Kombination pink/orange solle es dann aber auch mal gut sein. Ich hoffe, dass ich mich nächstes Frühjahr daran erinnere, dieses altbekannte Beuteschema mal zu verlassen, den diesbezüglich bin ich mittlerweile wirklich gut ausgestattet. Dabei bin ich gar nicht so ein Pink-Fan, nur im Frühling überkommt es mich unweigerlich.

 Zum Pulli selbst gibt es wegen des Standardvorgehens nichts weiter zu sagen. Höchstens noch ein paar Worte zum Garn: Das Seide-Baumwoll-Gemisch ließ sich angenehm vertricken und, soweit sich das bisher sagen lässt, ebenso angenehm tragen. Der Härtetest bei Hitze muss ja bis auf Weiteres vertagt werden. Auch wenn sich bei dieser Mischung gleich doppelte Bedenken einstellten, ob das Gestrick nicht gewaltig ausleiert, konnten diese - ebenfalls vorerst - zerstreut werden. Die Maße haben sich nch dem Waschen kaum geändert und die zwei Tage am Körper zeigten ebenfalls keine Auswirkungen.


Die Färbung mit den kleinen, regelmäßigen Einsprengseln ist ganz gut gelungen; der dritte Strang war jedoch, trotz fortlaufender Nummer, ein ganzes Stück oranger als die ersten beiden, was tatsächlich erst nach ein paar Reihen auffiel. Da ich damit jeweils den Abschluß von Ärmeln und Körper gestrickt habe, gibt's da eine leichten Farbverlauf, der eher wie Absicht aussieht. Ist aber reines Glück, dass ich diesen Strang zuletzt erwischt habe.


Garn:

  • 275 g Lana Grossa Setacotone hand-dyed (50% Seide, 50% Baumwolle), LL 340 m / 100 g, Farbe 904

Nadelstärke: 3,5 mm

Kommentare

  1. Das Set macht richtig gute Laune! Ich finde das Leben kann gar nicht genug Farbe vertragen!
    LG Monika

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  2. Es ist ein ganz tolles Set geworden, bei der kräftigen Farbe mit den leichten Sprenkel muss kein besonderes Muster sein, das Garn wirkt so besser, für mich. Ist eigentlich selten dass bei so viel Seide der Pulli auch nach der Wäsche sein Form hält. Zu den Hörnchen...staune dass Du die ganze Generationen ausseinander halten kannst, die sind in jedem Alter und Grösse...herrlich!
    LG
    Ira

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    1. Ja, das finde ich auch. Bei so gesprenkeltem Garn würde ein Muster nur ablenken. Was die Hörnchen betrifft: Ich habe ja ausreichend Gelegenheit, sie zu beobachten, da lernt man sie ganz gut kennen.

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