Samstag, 30. April 2016

Nautilus

Für alle, die auf der Suche nach einer einfachen (und kostenlosen!) Anleitung sind, hätte ich da wieder mal was: den Nautilus Shawl von Orla Howard. Nur rechte und linke Maschen und clever platzierte Umschläge. Der war die letzten Wochen mein Begleiter im öffentlichen Nahverkehr und ging wirklich flott von der Hand, obwohl gegen Ende elend viel Maschen auf den Nadeln sind.


Mittlerweile gibt es auch eine deutsche Übersetzung der Anleitung.

Mit der Farbgestaltung bin ich nur mäßig zufrieden, aber ich freunde mich langsam damit an. Von außen sah das Garn nämlich so aus, also ob der Farbverlauf überwiegend aus Pink- und Lilatönen bestünde. Beim Stricken kamen dann aber plötzlich lange Strecken in Gelb und Grün zum Vorschein. Nun mag ich zwar jede Farbe für sich, aber doch nicht alle auf einmal! Ich habe dann noch ein halbes Knäuel dunkles Lila dazwischengemogelt, um die Farbexplosion etwas zu entschärfen.


Wie das immer so ist: Getragen sehen diese asymmetrischen Dinger nie so eindrucksvoll aus wie in der Draufsicht:





Garn:

  • 170 g Rialto Luxury Sock von Debbie Bliss (75% Wolle, 25 % Polyamid), LL 400 m / 100 g, Farbe 01
  • ca 45 g lila Sockengarnrest undefinierbarer Herkunft
Anleitung: Nautilus Shawl


Samstag, 23. April 2016

Fleißarbeit

Die zweite Version des Feuerteufels ist nun auch fertig. Nachdem beim ersten Versuch das Garn etwas früher als gehofft zu Ende ging, wollte ich ja noch eine größere Variante. Und außerdem wollte ich sehen, wie es aussieht, wenn man die Lace-"Flammen" in einer anderen Farbe strickt.


Schön groß ist das Tuch zwar geworden, aber ich finde, es fällt lange nicht so schön wie die kleinere Schwester aus reinem Merino. Dafür ist es wärmer und damit wintertauglicher (was im Moment natürlich ziemlich uninteressant ist).

Garn:

  • 155 g Lang Super Soxx Cashmir Color 4ply (65% Schurwolle, 25% Polyamid, 10% Kaschmir), LL 380 m / 100g, Farbe 904.0001
  • 70 g Drops Fabel (75% Wolle, 25% Polyamid), LL 205 m / 50 g, Farbe 114


Nadelstärke: 3,75 mm

Anleitung: Feuerteufel

Sonntag, 17. April 2016

Einmal Himbeer-Sahne zum Mitnehmen, bitte!

Ich hatte ja, glaube ich, schon kurz erwähnt, dass ein paar Mädels vom Stricktreff sich in den Kopf gesetzt hatten, gemeinsam den 'Exploration Station' von Stephen West anzugehen. Meine diesbezügliche Begeisterung hielt sich zwar etwas in Grenzen, aber, na ja, es heißt ja, man sollte ihn wenigstens einmal gestrickt haben... Nun denn, hier ist meine Version davon:


Es gibt eine Reihe von Punkten, die definitiv erklären, warum dieses Modell so populär ist:

  • Es lässt sich relativ leicht stricken und die Anleitung ist wie immer gut verständlich.
  • Durch die Farb- und Musterwechsel kommt keine Langeweile beim Stricken auf (ich habe grade ein paar andere Projekte in glatt rechts auf den Nadeln, die mich dagegen zunehmend anöden ...)
  • Und - vielleicht das Beste: Je nach Farbwahl sieht er immer wieder unterschiedlich aus. Hier ist ein anderes fertiges Exemplar aus der Gruppe:

Ich persönlich sehe da noch einen weiteren Vorteil (obwohl das wahrscheinlich fast an Majestätsbeleidigung grenzt): Das Tuch eignet sich prima zur Resteverwertung. Mein Exemplar besteht im Wesentlichen aus Resten von Drops Fabel, also simpler Sockenwolle. Ich habe fünf Farben verwendet statt der vorgesehenen vier (insgesamt knapp 200 g - das hat die vorrätigen Mengen also nicht entscheidend reduziert - seufz!).


Ausnahmsweise habe ich mich auch einmal strikt an die Anleitung gehalten. Mit dem Ergebnis, dass das Tuch für meinen Geschmack etwas zu klein ist (140 x 60 cm nach dem Spannen). Durch den Polyamid-Anteil in der Sockenwolle bleibt die Dehnung durch das Spannen auch nicht dauerhaft erhalten. Aber die verwendete Nadelstärke 4,0 mm sorgt dafür, dass sich das Ganze nicht zu sehr zusammenzieht.


Einziger Nachteil für mich persönlich: Ich mag die großen Löcher nicht so besonders, die in West-Modellen ja so eine Art persönlicher Signatur sind. Aber im gewickelten Zustand fallen die auch nicht mehr allzu sehr auf.

Dienstag, 5. April 2016

Linientreu

Mein kleines Experiment mit den aneinandergestrickten Dreiecken hat ein höchst befriedigendes Ende gefunden:


Ich finde, das ist eine echt gute Lösung für Garn mit kurzen Farbverläufen. An den unteren Streifen sieht man ganz gut, dass die Farben bei längeren Reihen ansonsten relativ unspektakulär ineinander übergehen und ein irgendwie melierter Effekt entsteht. Bei den Dreiecken sind dagegen die Farben schön voneinander abgegrenzt. Die unteren Spitzen sind mit verkürzten Reihen gearbeitet, um noch einmal schöne Farbblöcke zu erhalten.






Muss gleich mal den Stash nach ähnlichem Garn durchforsten, und ernsthaft darüber nachdenken, was man sonst noch für Formen fabrizieren könnte. Denn das Um-die-Ecke-Stricken ist doch eine nette Abwechslung (wenngleich ich zugeben muss, dass ich mich so ab Dreieck Nr 9 in der Mitte schon darauf freute, bald wieder gradeaus stricken zu können).






Ich habe hier übrigens zum ersten Mal das Stricken mit den neuen eckigen Nadeln ausprobiert (Knit Pro Cubics Holz). Ich finde sie ganz angenehm. Wenn man zwischendurch mit regulären Nadeln strickt, dauert es allerdings ein, zwei Reihen bis man sich wieder an die Form gewöhnt hat.





Allerdings kann ich die angepriesenen Vorteile (vor allem, dass das Gestrick regelmäßiger werden soll) nicht nachvollziehen. Liegt wahrscheinlich daran, dass es mir so ziemlich egal ist, womit ich stricke, solange es eine Spitze hat ... Für die Cubics spricht allerdings, dass man damit schöne Zwischengrößen hat (weil der Durchmesser beim Quadrat etwas kleiner ist als beim Kreis).
















Und weil ich grade dran denke: Ab damit zum Creadienstag.

Die Anleitung gibt's jetzt auch!

Maße: 1,70 x 0,65 m

Garn:

  • 250 g Mille Colori Baby von Lang (100% Schurwolle), LL 190 m / 50 g, Farbe 845.0075
  • 50 g Drops Fabel (75% Wolle, 25% Polyamid), LL 205 m / 50 g, Farbe 100
Nadeln: 3, 75 mm (4 mm Cubics)

Freitag, 1. April 2016

Auf den Nadeln im April

Schon wieder Zeit für die Monatsbilanz bei 'Auf den Nadeln'! Das "Pflichtprogramm" ist im vergangenen Monat wenigstens fertig geworden. Ansonsten wurde die Strick-Zeit durch erhöhten Arbeitsanfall aber drastisch beschnitten. Immerhin drei Tücher haben's auf den Garderobenständer geschafft:

  • der Frühlingshauch, der allerdings immer noch auf den dazugehörigen Frühling wartet,
  • der Feuerteufel, der wegen Garnknappheit ein vorzeitiges Ende nahm
  • und der Zebrafink, der wirklich flott von der Nadel rutschte.



Den Feuerteufel habe ich gleich noch mal angeschlagen, diesmal soll er etwas größer werden und die Lochrippen kriegen eine andere Farbe:


Weil das zweite Mal aber nicht mehr so spannend ist wie das erste Mal, fristet er allerdings ein Schattendasein und wird nur beim Stricktreff rausgezogen. Und demnächst vielleicht nicht einmal das, denn ein paar von uns tragen uns mit dem Gedanken, gemeinsam einen 'Exploration Station' anzuschlagen.

Deutlich spannender war die Idee, Farbverlaufsgarn mal in ungewohnte Richtungen laufen zu lassen. Dieses Experiment dürfte demnächst beendet sein:


Mitte des Monats fiel mir dann ein, dass ich mich (trotz anhaltender Graustufen am Himmel) farblich vielleicht doch etwas mehr auf die bevorstehende Jahreszeit einstellen sollte. Eine kleine Shopping-Tour brachte allerdings nicht das gewünschte Ergebnis. Statt dessen habe ich das da heimgebracht:


Sind zwar wunderbare Madeline Tosh Stränge, aber "Frühling" schreien sie ja nicht gerade. Höchstens "Frühling im Keller". Aber es ist ja nicht so, als ob nicht genügend Garn herumliegen würde. Pflichtgemäß habe ich also noch etwas in einem optimistischeren Farbton angeschlagen. Ich bin noch etwas uninspiriert, daher geht's erst mal eine Weile glatt rechts, für das untere Drittel finde ich dann hoffentlich noch ein schönes Lacemuster.


Weitere Frühlingspläne wollen sich noch nicht so recht einstellen. Aber ich bin zuversichtlich, dass sich im Lauf des Monats noch etwas Luftigeres dazugesellt.