Reichlich verspätete Hausaufgaben
Eigentlich wollte ich mit Teilen des neu erworbenen Garns was anderes machen, aber dann fiel mir beim Aufräumen eine "Altlast" von 2024/25 ins Auge. Zwischen den Jahren stricke ich ja gern mal einfach so vor mich hin, ohne nebenbei mitzuschreiben. Gewöhnlich mit dem Vorsatz, die Anleitung gleich hinterher zu schreiben, solange die Erinnerung noch frisch ist.
Bedauerlicherweise wird dieser Vorsatz nicht immer gleich in die Tat umgesetzt. Und wenn eine gewisse Zeit vergangen ist, wird die Rekonstruktion hinterher fast aufwändiger (und fehleranfälliger), als das Teil nochmal zu stricken. Aber immerhin hatte ich damals Charts für die einzelnen Mosaik-Musterabschnitte angefertigt, so dass ich nicht ganz von vorne anfangen musste.
Ursprünglich sollten die neu erworbenen Gewürzfarben ja anders arrangiert werden. Dass das Tuch jetzt fast die gleichen Farben hat wie das Original ist ein bisschen langweilig, stört mich aber auch nicht besonders. Man muss zu seine Farbvorlieben stehen! Aber wenigstens die Abschlussborte sollte sich anders präsentieren. Dafür war ein weiterer Abstecher ins Wollgeschäft erforderlich.
Ich habe eine Weile geschwankt, ob ich den Rostton eher mit Lila oder mit Magenta paaren sollte. Der Schwarz-Weiß-Test hat mir dann die Entscheidung abgenommen, denn der zeigt deutlich, dass das Lila einen viel zu schwachen Kontrast gebildet hätte.
Kurz vor der Hitzewelle wurde die Neuauflage dann glüchlicherweise fertig. Das Garn strickt sich zwar auch im Sommer angenehm, aber bei den Rekordtemperatruen der letzten Woche wäre so ein zusätzliches Wollbündel im Schoß wirklich überflüssig gewesen.
Maße: 182 x 72 cm
Garn:
- insgesamt 282 g Lana Grossa Ecopuno (72 g Baumwolle, 17% Merino, 11% Akpaka), LL 215 m / 50 g, davon
- 81 g Farbe 046 Ecru
- 71 g Farbe 211 Erdbraun
- 59 g Farbe 223 Rost
- 30 g Farbe 224 Schokobraun
- 41 g Farbe 022 Purpur
Nadelstärke: 3,75 mm





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