Restepulli - aber bitte ohne Streifen
Die selbstgestellte Aufgabe für die Monate April/Mai lautete ja, endlich die Baumwollgarne im Stash loszuwerden oder zumindest zu reduzieren. Da die vom Gewicht her für Tücher nur bedingt geeignet sind, stand also wieder mal ein Pulli auf der Tagesordnung. Oder, angesichts der Garnmengen, vermutlich mehrere.
Das Problem ist, dass ich von den einzelnen Farben jeweils nur kleine Mengen hatte. Die Faule-Mädchen-Lösung in solchen Fällen lautet für gewöhnlich: Streifenpulli. Aber davon habe ich nun wirklich schon genug. (Na ja, streng genommen habe ich generell genug Pullis, aber das ist ein anderes Thema.)
Zu kompliziert, sollte das Muster aber auch nicht sein, am besten Streifen mit einem kleinen Twist. Und so sieht das Ergebnis aus:
Gefunden habe ich die Inspiration bei Pinterest. Das ist ursprünglich ein Muster aus dem Kosmos des Maschinenstrickens, welches sich in diesem Fall aber ganz leicht fürs Handstricken übersetzen lässt, denn es handelt sich um einfache Hebemaschen. Dankenswerterweise hat das LanArta in ihrem Blog auch schon einmal gemacht.
Das gibt einen wunderbar plastischen Effekt, der mir für einen Pulli aber etwas zu viel war. Ich habe mich daher mit 8 Reihen begnügt, statt die Maschen über 12 Reihen abzuheben.
Das Muster hat so ein bisschen eine 70er Jahre Anmutung, vor allem, wenn man sich das mit stärkeren Kontrastfarben vorstellt. Während des Strickens dachte ich dann irgendwann: Moment, das kommt mir aber bekannt vor. Und in der Tat: Die Origialversion, soweit ich das sehen kann mit Hebemaschen über 12 Reihen, hat Olga Buraya-Kefelian vor ein paar Jahren in ihrem Schal KOKO verwendet. Falls Ihr den nachstricken möchtet, könnt Ihr Euch jetzt die (wie ich finde ganz schön happigen) 8,50 € sparen ...
Garn:
- 438 g Drops Cotton Viscose (54% Bsumwolle, 46% Viskose), LL 110 m / 50 g, Farben 24 (338 g), 27 (49 g), 28 (51 g)
Nadelstärke: 3,5 mm


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