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Schoko-Rippen

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Der zweite Basic-Pulli des Sommers hat ein paar Rippen abgekriegt. Eigentlich sollte er auch glatt rechts werden (soweit man bei Leinen von "glatt" sprechen kann). Aber das war schnell langweilig. Deshalb habe ich unter den Armen ein Rippenmuster begonnen, das ich von der Taille abwärts schrittweise verbreitert habe, bis es nahtlos in den Bund überging.



Das Garn wird mittlerweile nicht mehr hergestellt, so dass ich mir ausführliche Warnungen sparen kann. Es zu verarbeiten war eine wahre Tortur! Steif und zugleich unregelmäßig war ein bisschen viel auf einmal. Zugegeben, die viereckigen Stricknadeln waren auch nicht gerade hilfreich, aber ich hatte mir eine Nadelstärke zwischen 4 und 4,5 mm in den Kopf gesetzt. 50 Gramm habe ich noch übrig, falls sich jemand ein Frühstücksbrettchen oder Ähnliches stricken will!

Nach dem Waschen ist es natürlich immer noch unregelmäßig (Leinen halt), aber zumindest deutlich weicher geworden. Kuschelpullis sind in dieser Jahreszeit ohnehin ni…

Zeitreise VI: Mach's nochmal, Ute!

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Frau Feinmotorik ist schuld. Weil sie dauernd so schöne Kleider zeigt. Die unweigerlich einen "Will ich auch haben!" Reflex nach sich ziehen. Bis mir nach einigem Nachdenken einfiel: Habe ich eigentlich schon. zum Beispiel diese beiden:


Beide haben allerdings schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Das Rechte (soweit ich mich erinnere aus Lana Grossa Secondo) mit der Häkelspitze habe ich sogar ziemlich häufig getragen. Beim Linken kam und kommt das passende Jäckchen häufiger zum Einsatz als das (kurzärmelige) Kleid. Die Kombination entstand, weil ich im Schlussverkauf Unmengen von diesem Bändchengarn (zu 1 € pro Knäuel) erstanden hatte. Und wie der Zufall es wollte, gab es im Stash ein Baumwollgarn in exakt der gleichen Grün- und Grauschattierung. Ich habe dann jeweils eine Reihe Bändchengarn mit einer 10er Nadel und eine Reihe mit dem Baumwollgarn Mit 3,5er Nadeln gestrickt, wodurch sich dieser smokähnliche Effekt ergibt, den man in der Nahaufnahme vielleicht etwas besser sieh…

Herbarium

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Im Gegensatz zu dem Tüchlein von letzter Woche war das hier eine ziemliche Geduldsprobe. Denn sobald ich erst mal ausgetüftelt hatte, wie sich die Zunahmen am besten mit dem Muster in Einklang bringen lassen, gab es nur noch zahllose Wiederholungen und die Vorfreude auf den nächsten Farbwechsel.


Gedauert hat das Ganze (mit Unterbrechungen) gut einen Monat. Und es ist -  von der Aussaat bis zur Blüte - parallel zu meinen Balkonkräutern gewachsen, daher der Name.

Weil ich ein Sommertuch wollte, das mehr aus Luft denn aus Garn besteht, blieb mir nichts anderes übrig als ein "echtes" Lacemuster zu verwenden (also eines, bei dem man sich nicht mit linken Maschen in der Rückreihe erholen kann). Das war mit dem dünnen Faden kein ungetrübtes Vergnügen. Aber: es sieht so aus, wie ich es haben wollte.



Mit der vielen Luft dazwischen erreicht man mit einem einzigen Knäuel natürlich auch eine durchaus stattliche Größe: Die obere (gebogene) Kante misst 2,60 Meter; an der tiefsten Stelle i…

Hirnloses Hitzewerk

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Für die Mini-Hitzeperiode hatte ich ja schnell was Einfaches ohne Muster auf die Nadeln gepackt. Nicht auszudenken, wenn ich völlig tatenlos auf dem Balkon herumsitzen müsste ...


Die Farben sahen auf dem Knäuel irgendwie besser aus. Sind ja (bis auf das Grün) auch nicht wirklich meine. Und vor allem ein bisschen viele auf einmal. Ich habe schnell festgestellt, dass sie mir im Lochmuster etwas besser gefallen als glatt oder kraus verstrickt. Immerhin aber hat die etwas verwegene Farbzusammenstellung den Vorteil, dass das fertige Tuch zu so ziemlich allen T-Shirts im Kleiderschrank passt:


Die Nadelangaben auf dem Beißpackzettel (2-3 mm, nicht mit mir!) habe ich gepflegt ignoriert und statt dessen ganz verwegen mit 5er Nadeln hantiert. So ein Sommertuch soll ja schließlich so luftig wie möglich sein! Das hat auch wunderbar funktioniert und für einen dezenten Transparenzeffekt gesorgt.


Und für eine halbwegs brauchbare Größe. Ich hatte mich nämlich früh entschlossen, nur ein Knäuel zu vers…

Auf den Nadeln im Juni

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Der Mai ging dann doch ruckzuck rum. Obwohl er mir zwischendurch endlos schien, weil ich weite Teile damit verbracht habe, die immer gleichen 13 Reihen zu wiederholen. Dafür entpuppten sich dann der Schal und mehr noch die Stola mit den Wunderwellen als angenehme Überraschung.
Das Lacetuch gefällt mir in der zweiten Fassung deutlich besser. Das wird von einer Teststrickerin gerade mit Farbverlauf gestrickt, darauf bin ich schon äußerst gespannt. Mit meiner Zartbitter-Variante habe ich mich mittlerweile aber auch ganz gut angefreundet. Und der schlichte Pulli fiel mehr so in die Rubrik Pflichtprogramm und Stashabbau.

Der Vorsatz für den Juni lautet dann auch, gleich noch einen in Dunkelbraun zu stricken. Auf dass sich das Lager etwas lichtet ...


Nachdem die Temperaturen dann plötzlich doch sehr hochsommerlich wurden, ging die weitere Planung zunächst eher in Richtung dünnes Garn und einfache Muster, denn bei dem Wetter mag ich weder viel zählen noch viel Gewicht auf dem Schoß haben. En…

Plain white T

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Na gut, es ist nicht ganz weiß. Mehr so cremeweiß, champagnerweiß, eierschalenweiß, hellbeige oder was es da sonst noch für Abstufungen gibt. Wie dem auch sei, ich hatte schon länger das Garn für ein schlichtes, neutrales Sommeroberteil hier herumliegen. Weil das aber immer so eine Fleißarbeit ist, etwas ganz ohne Muster zu stricken, hat die Realisierung etwas auf sich warten lassen.

Aber nun habe ich mich endlich aufgerafft und aus dem Restposten einen schlichten RVO gemacht, leicht tailliert und hinten etwas länger als vorne, aber sonst ohne Besonderheiten.



Nachdem ich das Outfit ja in letzter Zeit gern mit einem bunten Tuch aufpeppe, passen meine alten, mehr oder weniger aufwändig gemusterten Pullis gar nicht mehr so recht ins Bild. Zumal im Sommer auch die Unterteile gerne bunt sind ... 

Insofern könnte ich durchaus noch ein paar mehr solcher einfachen Pullis als T-Shirt-Ersatz gebrauchen. Und gleichzeitig den Stash etwas reduzieren. denn Wolle für derlei Projekte ist durchaus vor…

Wunderwellen

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Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass dieses harmlose kleine Muster mich den größten Teil des Monats beschäftigen würde. Aber das kommt davon, wenn man nicht nur einen, sondern gleich zwei Schals damit anfängt. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob Nr. 2 noch als Schal durchgeht: Ab welcher Breite spricht man eigentlich statt dessen von einer Stola?



Wir erinnern uns: Ursprünglich sollte das Gelöcher ja dazu dienen, die wilde Mille-Colori-Farbpracht in geordnete, horizontale Wellenbahnen zu leiten. Und das hat auch so weit ganz gut geklappt. Irgendwann mache ich mit zwar auch noch den klassischen Zick-Zack-Schal mit den regelmäßigen Zu- und Abnahmen für den typischen Missoni-Effekt, aber diesmal war ich in Experimentierlaune. Und außerdem wollte ich ein Muster, das auf beiden Seiten gleich aussieht, weil ich bei Schals keine Lust habe, bei jeder Bewegung zu kontrollieren, ob das noch ordentlich aussieht.


Aber dann kam ich auch noch auf die Idee, das Ganze mit einem Garn ohne Streifen aus…

Alternativer Muttertag

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Ab zum außerplanmäßigen Stricktreff mit ein paar Muttertagsverweigerinnen. Mein Vorschlag, einen Leiterwagen voll mit Wolle zu laden und grölend durch die Gegend zu ziehen, wurde zwar verworfen, aber für ausreichend Flüssigkeitszufuhr sollte man ja aus rein gesundheitlichen Gründen sorgen ... 

Und vielleicht hat ja jemand eine Idee, was ich mit den neuesten Schätzchen machen soll. Die Zauberbälle gibt's jetzt auch in Baumwolle - als ob die bisherigen Verlockungen nicht schon reichen würden ...


Déja vu

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Das habt Ihr doch schon mal irgendwo gesehen? Genau, vor beinahe zwei Jahren hier. Mit dem Original war ich aus zwei Gründen nicht recht zufrieden: Es war mir etwas zu klein, und es war eine reine Gegenlicht-Schönheit. Denn wegen des melierten Garns war von dem Muster kaum etwas zu sehen. Und das Ding dauernd am ausgestreckten Arm vor mir herzutragen, erschien doch etwas mühsam.

Der spontane zweite Versuch, den ich am Sonntag vor einer Woche begann, hat im Grunde nur einen Nachteil: die dunkle Farbe. In leuchtenden Tönen würde das viel besser aussehen, wie die folgende kleine Foto-Pfuscherei zeigt. Aber ich hatte grade sonst nichts Passendes in ausreichender Menge zur Hand.


Wie sich zeigte, hatte ich allerdings auch nicht genug von dem wunderbaren Lace Lux, das ja nicht mehr hergestellt wird. Obwohl ich den letzten Musterstreifen vor der Kante sogar deutlich verkürzt hatte, war abzusehen, dass das Garn für die letzten sieben bis acht Reihen nicht mehr reichen würde. Dank Amazon gelan…

Chili Wrap

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Na, das hat sich ja vielleicht lang hingezogen. Aber dafür zieht sich auch das Endergebnis ganz schön lang hin: stattliche 2,50 Meter bereits vor dem Waschen, knapp drei Meter danach.


Ganz so groß wollte ich das Tuch eigentlich gar nicht haben. Aber da ich mich ewig nicht entscheiden konnte, welchen Abschluss ich haben wollte, habe ich einfach immer an dem Lochmuster herumgenadelt, wenn ich in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs oder beim Stricktreff war. Der subtile Farbverlauf der Tarantella war ja ganz unterhaltsam und dass sich die Löcher später ausdehnen würden, war mir zwar klar, aber in welchem Ausmaß sie das taten, hat mich dann doch etwas überrascht.


Und dann hätte zweifellos eine der beiden Wellensequenzen - entweder die kleinere oder die größere - ausgereicht. Aber hey, es war noch Garn übrig und die Farben bildeten einen so hübschen Kontrast zum dauergrauen April ...


Und da die Temperaturen noch immer weit davon entfernt sind, wonnemonatlich zu sein, ist es gar nicht v…

Auf den Nadeln im Mai

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Die Witterungsbedingungen im April haben ja jeglichen Gedanken an frühlingsfrische oder gar sommerliche Projekte im Keime erstickt. Auch wenn sich die Vernunft zu Wort meldete und zu bedenken gab, dass das Sauwetter ja nicht ewig anhalten könnte, und es dann doch gut wäre, schon mal was Passendes auf den Nadeln zu haben ... Es nutzte nichts. Die beiden Projekte mit dem Bändchen- und dem Leinengarn konnten mich nicht hinter dem Ofen hervorlocken und verharren im Winterschlaf.


Statt dessen habe ich diese beiden Schals produziert. Die Mixtur aus Silkmohair und Effektgarn hat großen Spaß gemacht, obwohl sie so simpel waren. Wahrscheinlich, weil ich hier endlich mal wieder schnell sichtbare Fortschritte vor Augen hatte.

Ganz im Gegensatz zu meinem "Dauerbrenner", für den ich gefühlt endlos gebraucht habe. Der wurde am Sonntag tatsächlich fertig (hier ein Bild vor dem Waschen & Spannen).


Details dazu gibt's demnächst, wenn ich vernünftige Fotos gemacht habe.








Das zweite Erf…