Mittwoch, 29. Juni 2016

Greenkeeper

Ja doch, es fehlen immer noch Tuchvarianten in meiner Sammlung! Zum Beispiel ein asymmetrisches Dreieck mit einer ganz langen, schmalen Seite. Diese Lücke habe ich hiermit geschlossen.






Die neuen Mini-Knäuel von Schoppel kamen mir da grade recht. Neue Farben! Und mit insgesamt nur 600 Metern Lauflänge war auch sichergestellt, dass ich nicht wieder im Eifer des Gefechts so ein Riesending produziere.


Kombiniert habe ich Querrippen und ein paar einfache Lacemuster, also nichts was von den Farben allzusehr ablenkt.



Nach der Fertigstellung stellt sich nun allerdings die Frage: Wie trägt man eigentlich so ein asymmetrisches Teil? Während des Strickens (als es noch wesentlich schmaler erschien) schwebte mir vor, es einfach lässig wie einen Schal vom Hals baumeln zu lassen. Aber es stellt sich heraus, dass das untere Ende dafür doch etwas zu breit ist. Also bleibt es vorerst bei traditionellen Wickelvarianten, bis mir was Besseres einfällt. Egal, Hauptsache Grün!





So, und nachdem nun zwei WIPs in Windeseile beendet sind, darf ich ja eigentlich wieder was Neues anschlagen! Oder ich bleibe vernünftig und wende mich den Projekten zu, die ich eigentlich ursprünglich für diesen Monat vorgesehen hatte ...


Garn: 100 g Schoppel Edition 6 (100% Schurwolle), LL 300 m / 50 g, Farbe 2297 ("Bodenprobe")
Nadelstärke: 3,5 mm
Anleitung: reichlich verspätet, aber immerhin

Sonntag, 26. Juni 2016

Briocheoholic

An Anneli kann ich vermelden, dass im Juni tatsächlich noch ein Tuch fertig wurde!
Die Arbeit an Candy hat mich derart angefixt, dass ich, ungeachtet des bedrohlichen WIP-Stapels, gleich mit Brioche weitermachen musste. Immerhin trägt zur Gewissensberuhigung bei, dass ich nicht noch zusätzlich Wolle gekauft, sondern mich aus dem Stash bedient habe.


Ich hatte es zuerst mit einer Kombination aus verschiedenen Grau-und Orangetönen probiert, aber das sah im weiteren Verlauf (den ich nicht mehr dokumentiert habe) zu gestückelt und gar nicht gut aus.



Etwas tiefer in einer der Vorratskisten fand sich dann eine bessere Lösung: Das Lang Kappa Color gab's letztes Jahr im Schlussverkauf; der pink-braun-graue Farbverlauf machte mich unmittelbar nach dem Spontankauf allerdings etwas ratlos bezüglich der Verwendung. Aber bei Brioche ist das ja kein Problem. In Kombination mit weiteren Grautönen passt das wieder ganz wunderbar.


Weil es mich drängte, sofort loszulegen, konnte ich mich auch nicht groß damit aufhalten, mir ein komplexes Muster zu überlegen (und womöglich erst lange zu rechnen). Damit optisch dennoch etwas Bewegung in die Sache kommt, habe ich einfach ein paar Richtungswechsel eingebaut. Resultat: ein einfaches Dreieck, bei dem die Musterreihen gegenläufig sind.


Und das isses im Prinzip auch schon. Fehlt nur noch ein Tragephoto:


Und natürlich die üblichen detailverliebten Betrachtungen.



Garn:

  • 200 g Lang Kappa Color (97% Baumwolle, 3% Polyester), LL 125 m / 50 g, Farbe 707.0261
  • Lana Grossa Elastico (96% Baumwolle, 4% Polyester), LL 160 m / 50 g, jeweils
          50 g Farbe 101 (Schiefer)
          70 g Farbe 070 (hellgrau)
          70 g Farbe 103 (grège)

Nadeln: KnitPro Cubics, 4,5 mm

Und wie immer etwas verspätet: die Anleitung.

Montag, 13. Juni 2016

Change of Plans

Stelle grade fest, dass ich ganz was anderes auf den Nadeln habe, als ursprünglich für den Monat geplant. Da sind mal wieder diverse Verlockungen dazwischen gekommen.



Verlockung Nr. 1. ein neues Brioche-Muster. Zwar super einfach und keine große Herausforderung, aber endlich mal eine passende Gelegenheit, die Lana Grossa Elastico aus dem Stash loszuwerden. Damit hatte ich schon x Muster ausprobiert und nichts sah gut aus. In Kombination mit anderen Farben stört der nervige Farbverlauf aber nicht mehr. (Leider sind immer noch zweieinhalb Knäuel übrig).


Bei der Gelegenheit stellte sich heraus, dass sich die Elastico perfekt für Brioche-Muster eignet. Ist schon mal für künftige Projekte vorgemerkt ...







Anleitung: Candy von Susanne Sommer
Garn:

  • ca. 190 g Lana Grossa Elastico (96% Baumwolle, 4% Polyester), LL 160 m / 50 g, (ca. 92 g in hellgrün, 70 g in helltürkis, 30 g in dunkeltürkis)
  • ca. 130 g Lana Grossa Elastico Print (96% Baumwolle, 4% Polyester), LL 160 m / 50 g, Farbe 509













Verlockung Nr. 2 überfiel mich in Gestalt der neuen kleinen Zauberbällchen. Dieser wunderbare grüne Farbverlauf musste natürlich gleich ausprobiert werden.








Und dann fiel mir siedendheiß ein, dass ich ja auch noch ein Projekt brauche, das man während der Fußball-EM ohne Hingucken stricken kann. Meine Wahl fiel auf den Shrug & More von Martina Behm, zur Abwechslung mal eine interessante Konstruktion von ihr.


Stellt sich nur noch die Frage: Wenn man für jedes beendete Projekt zwei neue anfängt, wie lange dauert es dann, bis der UFO-Stapel bis zum Mond reicht?


Mittwoch, 8. Juni 2016

Sundowner

Wie angekündigt konnte ich es nicht lassen und habe den 'Sonnenstrahl' noch ein zweites Mal gestrickt, mit geringfügigen Änderungen, die wahrscheinlich nur Pedanten befriedigen.


Die wichtigste Änderung betraf das Anfangsdreieck in der Mitte, das jetzt einfach etwas ordentlicher aussieht und mein kleinkrämerisches Gemüt deutlich mehr befriedigt:


Ansonsten habe ich nur die Zunahmen etwas verändert, so dass die Längsseiten etwas länger und die kurze Seite etwas kürzer sind.


Wie es der Zufall will, habe ich auch zu dieser Farbe ein passendes Kleid. Allerdings finde ich nach wie vor, dass der Transparenz-Effekt mit dem hellen Gelb viel besser zum Tragen kommt.



Ansonsten ist alles gleich geblieben: nach einem Stündchen Gefummel mit den Sockennadeln geht's überwiegend glatt rechts in der Runde, nur unterbrochen von gelegentlichen Lochreihen, damit man nicht einschläft ...


Dem Laceball bin ich mittlerweile total verfallen - das Garn strickt sich überragend und die Farbspiele sind ohnehin begnadet. Ich grüble schon eifrig, was man sonst noch damit machen könnte.


Mal sehen, ob das was für den Me made Mittwoch ist ...

Garn:
  • 100 g Schoppel Laceball 100    (100% Wolle), LL 800 m / 100 g, Farbe "Heißes Eisen"
  • 50 g Lana Grossa Lace Merino (100% Schurwolle), LL 400 m / 50 g, Farbe 0041
Nadeln: 4,0 mm
Maße: 1,85 x 1,30 m

Und die Anleitung ist jetzt auch online.



Montag, 6. Juni 2016

Nude Quickie am Wochenende


Das Wochenendwetter ermutigte ja nicht gerade zu sommerlichem Strickwerk. Daher habe ich kurz entschlossen einen Schal angeschlagen. Bei Instagram hatte ich einen gesehen, der Silkhair und Secondo kombinierte und das sah so unwiderstehlich aus, dass ich es sofort nachmachen musste.


Die Farbwechsel der Silkhair Print sind dabei äußerst subtil und zusammen mit dem matten Glanz gefällt mir das ausgesprochen gut.



Und mit den dicken Nadeln war das Schmeichelteil auch im Handumdrehen fertig.








Garn:
  • 50 g Lana Grossa Silkhair Print (70% Mohair, 30% Seide), LL 400 m / 50 g, FArbe 346 (flieder-orange)
  • 150 g Lana Grossa Secondo (55% Baumwolle, 25% Polyamid, 20% Seide), LL 125 m / 50 g, Farbe070 (rosa)
Nadeln: 7,0 mm

Maße: 1,95 x 0,30 m

Freitag, 3. Juni 2016

Kinder, wie die Zeit verfliegt ...

Intensive Recherche ergab, dass ich diese Tasche tatsächlich schon im September 2014 begonnen habe! Manchmal ist es ja unerklärlich, wieso einen der Überschwang so plötzlich wieder verlässt ...



Natürlich könnte es teilweise daran liegen, dass es die Näherinnen mit Taschen viel einfacher haben. Seht Euch nur bei der lieben Angie um: Die zaubert im Handumdrehen aus dem Nichts (nicht nur) die wunderbarsten Behältnisse! Minderbemittelte wie ich müssen dagegen erst mal den "Stoff" produzieren. Und da fängt das Problem schon an! Das besteht nicht nur im Durchhaltevermögen, sondern zuallererst schon darin, überhaupt ein geeignetes Garn aufzutreiben.

Mein erstes Taschenexperiment im Sommer 2014 war ein mehr oder weniger schlichter Beutel. Um die nötige Festigkeit zu erreichen, behalf ich mich damit, die zahlreich vorhandenen Baumwollgarn-Reste einfach doppelt zu nehmen. Das Ergebnis war durchaus tragfähig. Aber mir schwebte noch etwas Handtaschenähnlicheres vor.



Dann stieß ich beim Surfen auf die Seite von Free Vintage Crochet, wo die bezauberndsten Exemplare zu bestaunen waren. Spätestens dann stellte sich allerdings ernsthaft die Materialfrage. Ich bin ja die Letzte, die sich darüber beklagt, dass Garne sich heutzutage an Weichheit und Kuscheligkeit geradezu überbieten. Aber für so eine Tasche ist doch etwas Stabileres von Nöten, und da habe ich bis heute nichts Geeignetes gefunden.

Beholfen habe ich mich dann mit 'Argentina' von Lana Grossa - dem einzigen halbwegs griffigen Bändchen, das ich auftreiben konnte. Zwar immer noch nicht so richtig steif, aber damit ließ sich arbeiten.



Der erste Versuch verlief ganz zufriedenstellend. Was mich dazu veranlasste, sofort noch einmal in den Wollladen zu spurten, um noch mal ein Pfund von dem Garn in Lila zu  holen. Und eine andere Form auszuprobieren. Aber dann verabschiedete sich die Euphorie nach etwa zwei Dritteln; spannendere Strckprojekte drängten sich in den Vordergrund. Und das Ding verschwand in der Versenkung.

Bis jetzt. Eigentlich waren nur noch zwei Tage zu investieren, um die Einzelteile fertigzustellen und zu montieren.



Und in Schwarz-Weiß sieht das doch auch sehr nach Vintage aus, oder?


Falls jemand einen guten Hinweis für ein besseres Garn hat, würde ich eventuell sogar noch mal eine machen ... Vielleicht jemand von den Häkelprofis bei Ruth?











Mittwoch, 1. Juni 2016

Auf den Nadeln im Juni

Schon wieder ruft Frau Maschenfein zur Bilanz, dabei sind grade mal die Hälfte der laufenden Projekte vom Mai-Post fertig geworden. Was natürlich daran liegt, das im Laufe des Monats neue laufende Projekte hinzugekommen sind. Aber das ist ja keine Überraschung, oder?



Dass das helle Seidentop eher ein Langzeitprojekt werden würde, war mir ohnehin klar. Zumal mein Bedarf an glatt rechts Gestricktem mit dem Sonnenstrahl reichlich gedeckt war. Aber immerhin wurde der Seidenpulli fertig, den ich letzten Sommer angefangen hatte. Noch eine Glatt-Rechts-Pflichtübung!

Auch nicht viel aufregender war der Quadri, nachdem geklärt war, wie die Sache mit den dichten Vierecken funktioniert. Die man aber hinterher sowieso nicht sieht ...

Kein Wunder also, dass sich unvermittelt eine unbezwingbare Lust aufs Häkeln einstellte. Derlei Anfälle habe ich höchst selten und wie mir scheint, vorwiegend im Sommer (oder zumindest, wenn die Hoffnung auf denselben wächst). Das Tuch ist zwar wenig virtuos, bescherte mir aber ein schnelles Erfolgserlebnis.

Und damit kommen wir zu den laufenden Projekten: Das angefangene grün-türkise Tuch habe ich zwar nicht völlig vergessen, aber ich war mehr damit beschäftigt, mir dafür Muster zu überlegen, als tatsächlich weiterzustricken. Ein paar Zentimeter sind aber hinzugekommen und der erste Strang ist schon verbraucht:


Dann ließ es mir keine Ruhe, dass das gelbe Tuch von der Form her nicht hundertprozentig so ausgefallen war, wie ich mir das gewünscht hatte. Ich habe also noch einen zweiten Versuch gestartet, bei dem ich die Zunahmen etwas anders verteile. Ich hasse es zwar, das Gleiche mehrmals zu stricken, aber in dem Fall hat die Tüftlerin in mir die Oberhand behalten. Ob ich diesmal richtig gerechnet habe, wird sich zeigen. Bisher kann ich nur sagen, dass mir der Effekt mit diesem Farbton lange nicht so gut gefällt:







Natürlich ging es auch im abgelaufenen Monat nicht ohne Neueinkäufe. Ich konnte zum x-ten Mal nicht einem dieser bunt gemusterten Garne widerstehen, mit denen ich oft nichts Rechtes anzufangen weiß, weil die Muster darin untergehen. Diesmal habe ich mich aber gezwungen, es sofort zu verarbeiten. Es wird ein notgedrungen kleines Tuch (sind nur 600 m) mit einem simplen Lochmuster:










Auf der Suche nach der Häkelnadel für das rote Tuch stieß ich auf ein Häkel-UFO aus dem letzten Jahr, das ich auch langsam mal zu Ende bringen sollte. Lauter feste Maschen - das zieht sich ... Theoretisch soll es eine Handtasche werden.









Und dann habe ich noch einen weiteren Neuzugang: Begonnen, um dem düsteren Pfingstwochenende ein Maximum an Farbe entgegenzusetzen. Ist mittlerweile aber schon wieder tief in der Projekttasche verschwunden, weil ich nicht unbedingt nur Zacken haben will, aber auch vorerst noch keine bessere Idee für das Streifengarn habe.


Alles in allem also: jede Menge zu tun, auch diesen Monat.