Auf den Nadeln im Juni

Der Mai ging dann doch ruckzuck rum. Obwohl er mir zwischendurch endlos schien, weil ich weite Teile damit verbracht habe, die immer gleichen 13 Reihen zu wiederholen. Dafür entpuppten sich dann der Schal und mehr noch die Stola mit den Wunderwellen als angenehme Überraschung.
Das Lacetuch gefällt mir in der zweiten Fassung deutlich besser. Das wird von einer Teststrickerin gerade mit Farbverlauf gestrickt, darauf bin ich schon äußerst gespannt. Mit meiner Zartbitter-Variante habe ich mich mittlerweile aber auch ganz gut angefreundet. Und der schlichte Pulli fiel mehr so in die Rubrik Pflichtprogramm und Stashabbau.

Der Vorsatz für den Juni lautet dann auch, gleich noch einen in Dunkelbraun zu stricken. Auf dass sich das Lager etwas lichtet ...


Nachdem die Temperaturen dann plötzlich doch sehr hochsommerlich wurden, ging die weitere Planung zunächst eher in Richtung dünnes Garn und einfache Muster, denn bei dem Wetter mag ich weder viel zählen noch viel Gewicht auf dem Schoß haben. Entsprechend habe ich zunächst dieses luftige Schleierchen (aus einem Laceball "Teezeremonie") angeschlagen, das parallel zum Wildsalat im Blumenkasten wächst.

Nachdem ich ausgetüftelt hatte, wie sich Muster und Zunahmen am besten vereinbaren lassen, wurde das aber ein wenig langweilig. Und gleichzeitig mühsam, weil man auf der Vorder- und Rückseite ständig Zu- und Abnahmen macht. Einziger Ansporn ist, dass das, nachdem es gespannt ist, sicher toll aussehen wird. Aber bis dahin wird es noch dauern ...

Vor allem, weil ich mich selbstverständlich nicht mit einem Projekt begnüge. Für meine schöne sommerliche Neuerwerbung ...


... habe ich allerdings noch keine befriedigende Verwendung gefunden. Der erste Versuch mit unregelmäßigen türkisen Streifen dazuwischen wurde dem schönen Garn einfach nicht gerecht. Dafür passt das Muster mit leichter Abwandlung ganz ausgezeichnet zu einem Zauberball ("Komfortzone"), die Kombi mit dunkelgrauem Sockengarn ist mir allerdings zu wenig sommerlich. Das Projekt könnte also vorerst ruhen. Außer es kommt eine Kaltwetterfront.

Während ich über eine bessere Verwendung nachsinne, habe ich noch was Denkbefreites für den Balkon angeschlagen. Noch ein Zauberball ("Malerwinkel"), etwas außerhalb meines üblichen Farbspektrums, aber mir war so nach richtig bunt!


Und dann habe ich ja auch noch das künftige Tuch aus Leinengarn auf den Nadeln. Aber das ist mir im Moment fast schon zu viel Zählerei.



Kommentare

  1. Toll, was du alles gleichzeitig in Arbeit hast! Meine Favoriten sind die Teezeremonie und das bunte Tuch. Ich mag einfach Farben und zwar das ganze Jahr!!
    LG Monika

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    1. Geht mir auch so, wenigstens bei Accessoires. Die müssen schön bunt sein! Allerdings kauft das böse kleine Raffteufelchen gelegentlich auch langweilige, einfarbige Wolle und die muss irgendwann auch mal weg ...

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