Montag, 24. Oktober 2016

Twinkle in the Sky


Ich konnte nicht an mich halten und musste nach dem Fire in the Sky sofort eine größere Variante des selben Tuchs anschlagen. Wobei ich die "faule" Lösung gewählt habe: statt bedeutend mehr zu stricken, habe ich einfach dickeres Garn genommen.


Das lieferte auch gleich die perfekte Ausrede, gleich mal was mit dem neuen Schoppel-Garn (Gradient) zu machen, das einen schönen langen Farbverlauf und einen matten Glanz aufweist. Das Pailettengarn war ein Ausverkaufs-Schnäppchen aus dem Stash, das nicht ganz gereicht hat, deshalb musste ich am oberen Ende noch was farblich Passendes dazumogeln. Fällt aber kein bisschen auf.

Bei Nummer zwei habe ich einen Mustersatz (= acht Reihen) mehr gestrickt und wegen der Proportion noch vier Reihen mehr bei der Umrandung. Das Endprodukt ist gut ein Drittel größer als das Original und hat damit die von mir bevorzugte Kuschelgröße.


Die Anleitung habe ich für meine Verhältnisse flink geschrieben, zwei Teststrickerinnen haben sich auch schon erbarmt. Und weil in meiner Lieblingsgruppe bei Ravelry (Fadenstille Strickromantik) sofort Rufe nach einem KAL laut wurden, gibt's den dort auch (ohne zeitliche Begrenzung). Wer mag, kann sich gerne  anschließen, man muss dazu kein Gruppenmitglied sein. Auf die Anleitung gibt's für die kommenden zwei Wochen 20 Prozent Rabatt.




Maße: 210 x 90 cm

Garn:

  • 260 g Schoppel Gradient (100% Merino), LL 260 m / 100 g, Farbe 2257 (Zone Aquatique)
  • 250 g Lana Grossa Opera (65% Baumwolle, 25% Polyamid, 5% Viskose), LL 100 m / 50 g, Farbe 010
  • 45 g Lana Grossa 365 Yak (66% Baumwolle, 12% Yak, 22% Polyamid), LL 145 m / 50 g, Farbe 012
Nadelstärke: 5,0 mm

Anleitung: Fire in the Sky

Freitag, 21. Oktober 2016

Goldener Oktober


Das goldene lässt der Oktober hier zwar noch ein wenig vermissen, aber seit heute kann ich da selber Abhilfe schaffen. Das Baumwollgarn ist zwar nicht unbedingt erste Wahl für die Jahreszeit, aber ich musste es neulich im Ausverkauf unbedingt aus seinem Mauerblümchendasein befreien. Und die Farben schreien ja wohl eindeutig "Herbst!!".


Es stand von vorneherein fest, dass daraus eine Jacke werden sollte. Und vor meinem geistigen Auge manifestierte sich auch gleich die gewünschte Form: lang, locker und mit Schalkragen. Ich hab' dann einfach mal losgelegt und, ganz wagemutig, nicht mal den RVO-Rechner zu Rate gezogen.



Gerade für Jacken freunde ich mich mehr und mehr mit der Raglan-von-oben-Technik an. Zusätzlich zum Hauptvorteil (kein Zusammennähen!) funktioniert die psychologische Selbstüberlistung nämlich ganz hervorragend. Normalerweise ist das mit Jacken und mir nämlich so: Ich stricke mit Feuereifer das Rückenteil und das erste Vorderteil und bin dann schon bei dem Gedanken, das gleiche nochmal (bevorzugt seitenverkehrt) stricken zu müssen, endlos angeödet. Und dann auch noch die Ärmel ... Aber dadurch, dass hier alles in einem Stück gestrickt wird, geht es gefühlt schneller und es stellt sich kein Überdruss ein. Und weil man zwischendurch auch schon probeweise reinschlüpfen kann, gib es auch keine unliebsamen Überraschungen, was die Passform anbelangt.


Ein bisschen Näharbeit habe ich dann aber doch noch auf mich genommen: Ich habe noch ein Paar Taschen dranmontiert. Kann man ja immer brauchen.



Garn:
  • 700 g Lana Grossa Felice ( 50g Baumwolle, 50% Polyacryl), LL 105 m / 50g, Farbe 012
Nadelstärke 4,5 mm


Dienstag, 11. Oktober 2016

Kiwi-Erdbeer mit Sahne

Bin immer noch dabei, den schnöde im Stich gelassenen September-Werken wieder etwas Aufmerksamkeit zu widmen. Das hier war ein durchaus angenehmes Nebenbei-Projekt. Die Farben sind ja eher frühlingsfrisch und gar nicht jahreszeitengemäß. Aber der Stash-Abbau hatte Vorrang. Und das Hauptziel bei diesem Tuch war ohnehin ein Lerneffekt, nämlich die Abnahmen so zu platzieren, dass das Gestrick von der Seite nicht gar so asymmetrisch wird.


Das ist auch ganz gut gelungen. Wahrscheinlich wäre die Symmetrie noch ausgeprägter, wenn ich mir nicht gegen Ende in den Kopf gesetzt hätte, die Abschlusskante um das gesamte untere Ende laufen zu lassen ... Wenigstens einen kleinen optischen Kick sollte das langweilige Kraus-Rechts-Gestrick ja haben.


Um den Hals gewickelt sehen diese simplen Seiten-Dreiecke dann ja gar nicht sooo langweilig aus. Da hier überwiegend Baumwolle im Spiel war, wird das gute Stück allerdings vorerst eingerollt überwintern.



Maße: 195 x 75 cm

Garn:
  • 100 g Handgefärbte Sockenwolle mit Baumwolle (44% Wolle, 42% Baumwolle, 14% Polyamid) LL 420 m / 100 g, Farbe 'Rote Rose' von Julies Wollkörbchen
  • 75 g Schachenmayr Catania (100% Baumwolle), LL 125 m / 50 g, Farbe 0205 (grün)
  • 100 g Schewe Baumwolle-Classic  (100% Baumwolle), LL 125 m / 50 g, Farbe 164 (creme)
  • 50 g Baumwolle unbekannter Herkunft in rosa
***

Am Wochenende war ich außerdem auf dem Wollmarkt in Vaterstetten - mit den festen Vorsatz, etwas wintertauglichere Wolle (mindestens 6-fädig) zu erwerben. Das ist leider komplett gescheitert! Aber mein Lace- und Seide-Sortiment habe ich durchaus kräftig erweitert ...


Und weil heute Dienstag ist ...

Montag, 3. Oktober 2016

Fire in the Sky ...

... hat jemand bei Instagram kommentiert, als ich das Projekt angeschlagen hatte. Und ein besserer Projektname wäre mir auch nicht eingefallen. Die Farbkombi war, einmal angeschlagen, so unwiderstehlich, dass ich das Tuch kaum zur Seite legen konnte. Und falls ich das doch einmal tat, musste ich es außer Sichtweite unterbringen, weil sonst ein Blick darauf mich sofort wieder dazu drängte, die Nadeln in die Hand zu nehmen.



Ziel war, ein bisschen Bewegung ins Brioche zu bringen, aber ohne große Rechnerei mit Zu- und Abnahmen. Und die versetzten Zöpfe schienen da eine gute Lösung. Zumal sie auf der Rückseite genau gleich aussehen.


Die Einfassung am Rand war etwas mühselig, aber meiner Meinung nach optisch nötig.

Einziger Wermutstropfen: Das Tuch ist für meinen Geschmack etwas klein ausgefallen, weil ich unbedingt mit einem einzigen Zauberball auskommen wollte. Das ist auch knapp gelungen. Aber ich könnte mir gut vorstellen, das noch mal etwas größer zu stricken und mit einem etwas dickeren Garn, für den richtigen Kuschelfaktor.

Ich baue jedenfalls darauf, dass der bloße Anblick dieses Farbspektakels in den kommenden Monaten jeglichen Anflug von Winterdepression vertreiben wird.



Maße: 160 x 60 cm

Garn:

  • 100 g Schoppel Crazy Zauberball (75% Schurwolle, 25% Polyamid), LL 420 m / 100 g, Farbe 'Kleiner Fuchs'
  • 125 g Lana Grossa Meilenweit (80% Wolle, 20% Polyamid), LL 210 m / 50 g, Farbe 1366
Rundstricknadel 4,0 mm

Anleitung: ist nun fertig!

Samstag, 1. Oktober 2016

Auf den Nadeln im Oktober

Die Septemberbilanz fällt diesmal recht übersichtlich aus, was daran liegt, dass ich mich teilweise mit größeren Teilen herumgeschlagen habe. Außerdem stand der Monat unter dem Motto: Weg mit altem Garn. Und daran habe ich mich, zumindest in den ersten drei Wochen, brav gehalten.


Die fertiggestellten Teile (von links nach rechts): Der Wellenreiter besteht zumindest überwiegend aus Garn der Vorsaison. Die Idee für die Verarbeitung ergab sich allerdings erst durch einen aktuellen Einkauf von reduziertem Bändchengarn mit Pailletten. Von dem jetzt wieder was übrig geblieben ist ... was sich auf die Gesamtbilanz nicht grade vorteilhaft auswirkt.

Dafür ist die Schachtel mit dem flauschigen Alpakagarn fast ganz leer geworden. Und die Streifen geben Vitamin D von Heidi Kirrmaier noch einen Extra-Kick.

Und der 1270-Meter-Cake, der schon Staub ansetzte, hat in dem großen Rippentuch zwar seine endgültige Bestimmung gefunden. Aber wegen des großen Strickvergnügens sofort eine Neubestellung provoziert. Ich sehe reichlich Farbverlauf in meiner Zukunft ...



Die weiteren ehrgeizigen Pläne umfassten: noch eine Herbstjacke, ein Streifentuch und einen Schal aus Bändchengarn.


Bedauerlicherweise wurde denen allen aber eine Zwangspause verordnet, als sich mir einer dieser heimtückischen Zauberbälle in den Weg stellte. Und jetzt habe ich nur noch Augen für IHN:


Kann. Mich. Nicht. Losreißen. War ohnehin mal wieder höchste Zeit für Brioche. Und wenn man den Neueinkauf gleich verarbeitet und gar nicht erst lagert, ist es ja nicht sooo schlimm, oder?