Freitag, 27. Januar 2017

Handschuhe kann man immer noch brauchen ...

Das hatte ich ja ganz vergessen: Zwischen Neujahr und Dreikönig hatte ich - in Ermangelung eigener Ideen - noch zwei Paar Stulpen fabriziert. Natürlich wieder aus der unerschöpflichen Kreativkiste von Sybil R.

Zum einen die Circle Mitts, die gemustertes Sockengarn besonders gut zur Geltung bringen. Ich habe in einem Anfall von Verspieltheit noch Mäusezähnchen an beiden Rändern ergänzt.



Und, basierend auf der gleichen Grundkonstruktion, die Hexagon Mitts. Da sind im wesentlichen nur die Zunahmen regelmäßig angeordnet. Und ehe Frau Fadenkram wieder bemängelt, dass die Fingernägel nicht passend lackiert sind: Stimmt, aber zum Ausgleich habe ich wenigstens farblich passende Klunker angelegt, das ist doch auch was ;).





Sonntag, 22. Januar 2017

Viel Streifen und ein bisschen Mosaik

Das hier hat sich gefühlt unendlich hingezogen, dabei sollte es nur ein schnelles Zwischendurch-Tuch werden. Ausgangspunkt war die rosa "Muss auch mal weg"-3 Cento, deren dezenter Farbverlauf mir zwar gut gefiel, die mir aber alles in allem etwas zu rosa war. Die Kombination mit dunkelgrau war daher schnell beschlossen. Ebenso schnell fiel die Entscheidung, verschiedene Hebemaschenmuster zu kombinieren.


Das entwickelte sich zunächst ganz flott und sah auch ganz ansprechend aus. Die Hindernisse begannen in der zweiten Hälfte. Zunächst in Gestalt mangelnder Selbstbeherrschung. Das kleine Mosaikmuster machte nämlich so viel Spaß, dass ich es gleich in größerem Rahmen fortsetzen wollte.


Als ich das halbfertige Tuch dann wieder herauskramte, störte mich, dass sich die Farbwechsel mit wachsender Kantenlänge viel zu schnell einstellten (nach zwei Dritteln fast in jeder Reihe). Es folgten eine Reihe verzweifelter Versuche, das letzte Drittel in verschiedenen Mustern quer zu stricken, um die Rosaschattierungen etwas mehr in den Vordergrund zu stellen. Sah aber alles nicht gut aus. Irgendwann pfefferte ich das Ding buchstäblich in die Ecke. Und siehe da: Aus der Entfernung betrachtet sah das mit den Farbwechseln gar nicht so schlimm aus, es irritierte nur, wenn man es beim Stricken unmittelbar vor der Nase hatte. 

Daraufhin ging der Abschluss, mit konventionellen Streifen, ganz schnell (na ja, bis auf die gefühlten zweieinhalb Kilometer I-Cord, der dann als I-Tüpfelchen aber doch noch sein musste). 
Das Endergebnis mag ich sehr. Allerdings ist immer noch ein Knäuel rosa übrig ...








Maße: 218 x 82 cm

Garn:

  • 133 g Lana Grossa 3 Cento (53% Schurwolle, 47% Acryl), LL 300 m / 50 g, Farbe 008
  • 110 g Schachenmayr Regia (75% Schurwolle, 25% Polyamid), LL 210 m / 50 g, Farbe 522
Nadelstärke 3,75 mm

Montag, 16. Januar 2017

Einen dicken Schal kann man immer brauchen ...



... dachte ich letztes Jahr, als diese rote Glitzergarn im Ausverkauf in meinen Einkaufskorb purzelte.
Aber kennt Ihr das? Die einfachsten Teile, die man eigentlich gut an zwei Abenden fertigstellen könnte, liegen dann monatelang herum.


Lag in dem Fall sicher auch an den dicken Nadeln. Mehr als ein paar Reihen kriege ich mit 8er Nadeln nicht zustande, ehe die Handgelenke sich beschweren. Und dann kam natürlich auch der Sommer dazwischen. Aber angesichts der anhaltenden Minusgrade habe ich mich nun aufgerafft und - hurra! - kann ein weiteres Objekt von der UFO-Liste streichen. Jetzt darf ich aber wirklich endlich wieder was Neues anfangen, oder?


Maße: 30 x 196 cm

Garn:
  • 200 g Schulana Luxair (58% Alpaka, 19% Polyester, 13% Polyamid, 10% Schurwolle), LL 110 m / 50 g, Farbe 47.
Nadelstärke 8,0 mm

Donnerstag, 12. Januar 2017

Leuchtspur

Nach der grauen Ödnis musste dringend ein neues Nebenbei-Projekt her. Eigentlich hatte ich dafür ins Auge gefasst, mich mal an "planned pooling" zu versuchen, sprich: buntgefärbtes Garn so abzustricken, dass sich die Farben in einer gewissen Regelmäßigkeit anordnen. Naiv wie ich war dachte ich, sobald man den Anfang mal ausgetüftelt hat, müsste es ja ganz bequem glatt rechts dahingehen, aber weit gefehlt! Doch dazu demnächst mehr.

Es musste also was Neues her. Und da sich die Temperaturen ohnehin gerade im zweistelligen Minusbereich befanden, ging die Wunschtendenz stark in Richtung "warm und flauschig". Ich hatte da noch dieses gestreifte  Lace Seta Degradè - einer der Fälle, bei dem mich die Farben im Knäuel total angesprochen hatten, sich aber zu Hause beim Anstricken herausstellte, dass die Farbwechsel viel zu schnell kamen. Trotz der tollen Qualität hatten sich die beiden Knäuel deshalb dauerhaft im Regal eingenistet. Aber jetzt waren sie fällig!



"Warm und flauschig" schrie ja geradezu danach, mit zwei Fäden zu stricken. Und - welch Überraschung! - im Stash fanden sich auch noch diverse einfarbige Exemplare, in jeweils fast den gleichen Farben.

Die Umsetzung ging dann - mit 7er Nadeln - ziemlich flott. Ein einfaches, von oben gestricktes, kraus rechtes Dreieckstuch, an dem lediglich zu bemängeln ist, dass es jede Menge Fäden zu vernähen gab. Und dass es viel zu schnell fertig war, denn jetzt brauche ich schon wieder ein neues Nebenbei-Projekt!


Nach dem Waschen ist das Teil sogar so groß, dass man es im Hap-Style im Rücken zusammenbinden kann. Die Mission 'Kälteabwehr' ist also eindeutig erfüllt.



Maße: 250 x 86 cm (gewaschen, nicht gespannt)

Garn:

  • 100 g Lana Grossa Lace Seta Degradè (70% Alpaka, 30% Seide), LL 250 m / 50 g, Farbe 106
  • 50 g  Lana Grossa Lace Seta (70% Alpaka, 30% Seide), LL 250 m / 50 g, Farbe 013
  • 20 g Lana Grossa Silkhair (70% Mohair, 30% Seide), LL 210 m / 25 g
  • 25 g Lana Grossa Lace Paillettes (45% Alpaka, 20 % Schurwolle, 15% Baumwolle, 15% Polyamid, 5% Polyester), LL 150 m / 25 g
  • 30 g Lang Royal Alpaca (100% Alpaka), LL 288 m / 50 g, Farbe 0048
Nadelstärke: 7,0 mm

Freitag, 6. Januar 2017

Grauschleier

Das erste fertige Projekt des Jahres ist ganz ungewohnt farblos. Aber eigentlich ist es für mich eher ungewöhnlich, dass die übrigen Tücher so bunt sind, denn die Klamottenwahl bewegt sich meist zwischen grau und schwarz.


Eine spezielle Klamotte war dann auch der Grund, dass ich ein schlichtes Tuch brauchte. Ich hatte mir vor zwei Jahren diesen wildgemusterten Seidenmantel gekauft (wehe, da sagt jetzt jemand: "Morgenmantel"!):


Ich wollte schon länger was Einfaches dazu stricken. Das ist auch der Grund für diverse Grautöne im Stash, die ich gekauft, ausprobiert und wieder verworfen habe. Ebenso verworfen wurden verschiedene Musterideen, denn das Teil wirkt so unruhig, dass da wirklich nicht noch mehr Bewegung ins Bild passt.




Nachdem ich im Herbst bei 'Wollbonbon' den monochromen Farbverlauf entdeckt hatte, war ich eigentlich ganz zuversichtlich, dass daraus ruckzuck ein schlichtes Kraus-Rechts-Tuch entstehen würde (von Ecke zu Ecke gestrickt nach der bewährten Methode an einer Seite zwei Maschen zuzunehmen und an der anderen Seite eine abzunehmen).

Aber, Mann, das zog sich ... Wenn so gar keine Farbe im Spiel ist, ist kraus rechts einfach nur öde, öde, öde. Aus purer Verzweiflung habe irgendwann damit angefangen, ein paar Lochmusterreihen dazwischen zu schieben. Und irgendwann kam mir auch die Idee, als kleinen Blickfang noch ein paar Quasten (aus oben genanntem reichlichen Graufundus) dranzuhängen.




Garn von 'Wollbonbon' habe ich zum ersten Mal verstrickt. Dort gelandet bin ich in erster Linie, weil es da Garn aus reinem Merino ohne Polyesterzusatz gibt. Mit dem Garn an sich war ich auch sehr zufrieden, allerdings fallen hier die Farbübergänge teilweise nicht ganz so sanft aus wie bei meiner üblichen Anlaufstelle für Farbverlaufsgarn (100 Farbspiele). Das hat mich in dem Fall aber nicht gestört, schließlich war während des Strickens jede Abwechslung höchst willkommen!


Mit dem Endergebnis bin ich voll zufrieden. Aber als Nächstes werde ich mich sicher wieder in einen Farbrausch stürzen.



Garn:
  • 240 g (= 800 m) Farbverlaufsgarn 'Granit' (4-fädig, 100% Merino) von Wollbonbon
  • Reste in grau und schwarz für die Quasten

Dienstag, 3. Januar 2017

Auf ein Neues!

Leider muss ich beichten, dass der im Dezember gezeigte Chaoshaufen sich nur unwesentlich reduziert hat. Obwohl ich ganz, ganz tapfer war und nicht noch ein weiteres Tuch angeschlagen habe. Aber dafür habe ich mich durch die putzigen kleinen Armstulpen gehörig ablenken lassen. Vor allem die da versetzen mich immer noch in Entzücken. Insgesamt hat es von "So was hab' ich nicht" bis "Welche könnte ich denn heute anziehen?" gar nicht mal so lang gedauert. Und ich plane, das Sortiment noch deutlich zu erweitern ...


Die nächsten sind schon in Arbeit ...



Die geplanten Tücher, die beide Anfang des letzten Monats schon weit fortgeschritten waren, sind immerhin noch fertig geworden. Das Mosaik-Alpaka-Schätzchen hat seither auch kaum meine Schultern verlassen. So weich! Uns so schön bunt! Ich will noch eins!



Nummer 2 war das Entrelac-Zwischending zwischen Tuch und Schal. Ich finde es zwar nach wie vor etwas klein, aber es war in zweifacher Hinsicht sehr befriedigend: a) die Farben kommen extrem gut und b) habe ich damit, glaube ich, die letzte Stricktechnik abgehakt, die mir noch in der Sammlung gefehlt hat.


Und damit kommen wir zu dem, was tatsächlich auf den Nadeln ist. Da ist zum einen das Sorgenkind mit dem kleinen Mosaikmuster. Nachdem ich ungefähr fünf Abschlussvarianten ausprobiert und verworfen habe, kriegt es jetzt ein schlichtes (und damit hoffentlich baldiges) Ende.


Abschlusskandidat Nr. 2 ist dieser Wust aus dickem Mille Colori Garn. Ursprünglich sollte der Patentzopf die untere Kante werden. Nachdem er fertig war, fand ich allerdings, dass der in Halsnähe viel besser aussehen würde. An der sich daraus ergebenden Neukonstruktion arbeite ich noch ...


Und dann glaube ich kaum, dass ich noch einen weiteren Monat durchhalte, ohne ein neues Tuch anzuschlagen. Ich sollte zum Beispiel dringend einmal damit anfangen, etwas aus einigen der rund 28 Grün- und Türkisschattierungen im Stash zu machen, da ich offenbar nicht damit aufhören kann, ständig neue dazu zu kaufen. Im Moment tendiere ich zu einem weiteren Mosaik-Monster - es ist einfach die Jahreszeit für Kuschelriesen.