Mittwoch, 24. Februar 2016

Kleiner Gag am Rande ...

Eine der anderen Stricksüchtigen auf Instagram hat gestern ein Bild von einem ihrer Zebrafinken gepostet, was mich zu dem Kommentar veranlasste, dass ich da nur eine schöne Farbkombination für ein Tuch sehe. Sie meinte, dass sie aber sehr gespannt sei, wie das wohl aussehen könnte.


Nachdem eine kurze Bestandsaufnahme ergab, dass fast alle Farben im heimischen Chaoslager vorrätig waren (wen wundert's?), habe ich gleich mal spontan losgelegt. Ist ja sonst kaum was auf den Nadeln. Manchmal lasse ich mich wirklich zu leicht ablenken ...

Der Anfang sieht aber doch schon ganz witzig aus, oder? Und dem kleinen Piepmatz wie aus dem Gesicht geschnitten ;).




Freitag, 19. Februar 2016

Midnight Hour

Es ist nicht zu fassen! In meinem Stash befinden sich circa sieben verschiedene Gelb-Schattierungen in Sockengarnqualität. Aber just das Garn, mit dem ich das jüngste Brioche-Experiment angefangen hatte, ist mir ausgegangen! Aber dieser betrübliche Schicksalsschlag hatte auch sein Gutes. Denn da lag ja auch noch dieser angefangene Schal aus dem letzten Jahr herum, der schon kurz davor war, zum UFO degradiert zu werden. Den kann ich jetzt von der To-Do-Liste streichen (wenn ich denn eine führen würde ...).



In erster Linie war der Gute deshalb so lange auf die Ersatzbank verbannt, weil mir das Muster schnell langweilig wurde. Falls die ein oder andere aber damit liebäugelt, sich einmal mit der Technik zu beschäftigen, kann ich es zum Einstieg durchaus empfehlen, weil es eine gute Fingerübung für einfache Zu- und Abnahmen ist.


Die Rückseite bildet diesmal das Muster nicht ganz so schön ab, was aber ausschließlich meiner Farbwahl geschuldet ist. Ich wollte unbedingt schwarz, damit das türkis auf der Vorderseite richtig schön heraussticht. Zum Ausgleich ist auf der Rückseite etwas Glitzer mit im Spiel, was auf den Bildern aber untergeht. Von denen kommen jetzt noch ein paar, weil ich Brioche gar zu gern fotografiere ...




Mal sehen, was sich sonst noch erledigen lässt, bis der Garnnachschub eintrifft. Wie ich mich kenne, schlage ich gleich noch was Neues an ...

Maße (nicht gespannt):

  • Länge ca. 2,30 m
  • Breite ca. 25 cm

Muster: 'Undulating Hourglass' aus dem schon vielfach erwähnten Buch Knitting Fresh Brioche von Nancy Marchant.

Garn:
  • 100 g Mille Colori Socks & Lace von Lang (75% Schurwolle, 25% Polyamid), LL 400 m / 100 g, Farbe 70
  • 75 g Splendid von Lana Grossa (72% Mohair, 21 % Nylon, 7 % Lurex), LL167 m / 25 g, Farbe 007
Nadelstärke: 4,5 mm

Mittwoch, 17. Februar 2016

Happy End der Poncho-Trilogie


Nach einer gefühlten Ewigkeit ist Poncho Nr. 3 tatsächlich fertig geworden. Zwischenzeitlich fühlte es sich ja an, als ob ich das Ding bis zum Sommer mit mir herumschleppen würde. Wobei da mit Schleppen spätestens nach zwei Dritteln nichts mehr war: Weil die Masse im Lauf der Zeit auf drei Rundnadeln verteilt wurde, erfolgte die Produktion überwiegend stationär.


Begonnen hatte ich ja schon Anfang Januar damit. Das Garn  hatte ich sogar ausnahmsweise einmal exakt für diesen Zweck gekauft. Wie sich nun herausstellt, allerdings viel zu viel, ich bin locker mit der Hälfte aus dem Päckchen ausgekommen. Das wird früher oder später noch einen passenden Cowl geben ...


Die Drops Alpaca war das optimale Garn. Für einen noch fließenderen Fall habe ich mit Nadelstärke 4,5 mm gestrickt und ein hier und da unregelmäßigeres Maschenbild in Kauf genommen. Andernfalls hätte sich das sonst eventuell angefühlt, als ob man eine Decke übergeworfen hat. So ist es wunderbar weich und luftig, aber trotzdem warm genug für den neuerlichen zaghaften Wintereinbruch.


Der Poncho basiert auf einer denkbar einfachen Konstruktion: Ich habe 98 Maschen angeschlagen und dann in jeder vierten Runde sieben Maschen zugenommen, was die perfekte Kreisform ergibt. Bei der zu erwartenden Maschenmenge wollte ich mich nicht zusätzlich noch mit einem komplizierten Muster herumplagen, aber dennoch etwas Bewegung im Strickbild haben. Deshalb habe ich einfach nach Gutdünken ein paar Kurven eingebaut. Am Schluss ergab das die schon häufiger beklagten 700 Maschen. Aber das ist wohl eindeutig als Weichei-Gejammer einzustufen, seit ich weiß, das Angie ein Projekt mit sage und schreibe bis zu 2000 Maschen auf den Nadeln hat ...


Wenn Ihr nun glaubt, ich hätte erst mal die Nase voll von Brioche, dann irrt Ihr: Ich habe schon was Neues angefangen ...











Garn:
  • ca. 230 g Drops Alpaca (100% Alpaca), LL 167 m /50 g, Farbe 9020 (hell perlgrau)
  • insgesamt ebenfalls 230 g des gleichen Garns in den Farben 2916 (dunkel lime), 2917 (türkis), 2918 (türkis dunkel), 2919 (hellpetrol), 6309 (türkisgrau), 6834 (blau/türkis), 7238 (dunkel olive), 7240 (petrol)7300 (lime)
Nadelstärke 4,5 mm

Freitag, 12. Februar 2016

Schnelles Erfolgserlebnis


Nachdem das Werkeln am Brioche-Poncho nur millimeterweise vorangeht (eine Runde sind mittlerweile knapp 700 Maschen), musste zwischendurch dann doch was sein, was eventuell noch in dieser Kälteperiode zum Einsatz kommt.



Gepackt hat es mich, als mich der Winterschlussverkauf in eine ansonsten von mir vernachlässigte Ecke des Wollladens trieb. Nämlich dorthin, wo die ganze bunte, dicke Mützenwolle gestapelt ist. Dort trifft man mich ansonsten nicht an, weil ich kaum Mützen trage und entsprechend selten welche stricke. Außerdem ist es bei meinem Garnverbrauch ohnehin angeraten, eher dünne Wolle zu kaufen - da hat man länger Vergnügen fürs Geld! Hinzu kommt, dass das Hantieren mit entsprechend dicken Nadeln bei mir eher einem Kampfsport gleichkommt als einer entspannten Freizeitbeschäftigung.

Aber, was soll ich sagen? Da lagen, die kleinen Prachtkerlchen, und alle so schön bunt. Und runtergesetzt. Prompt schlich sich der Gedanke ein: Wenn ich aus Sockenwolle keine Socken stricke, muss ich ja auch aus Mützenwolle keine Mützen stricken ...

Und da wären wir also wieder beim Poncho gelandet. Nachdem ich ein paar Mustervarianten ausprobiert und verworfen hatte, wurde es dann  die Variante mit dem simpelsten aller Netzmuster (1 U, 2 M links zusammenstricken auf Vorder- und Rückseite) und dem simpelsten aller Schnitte (die Sache mit den zwei Rechtecken, die zusammengenäht werden).


Eiswinde lassen sich damit natürlich nicht abwehren, aber ein gewisser Wärmeeffekt ist trotz der Lochkonstruktion vorhanden. Ich werde das einfach meinen "Übergangsponcho" nennen ...












Garn:
500 g Olympia Gold von Lana Grossa (53% Schurwolle, 47% Acryl), LL 100 m / 100 g, Farbe 310

Nadelstärke 10,0 mm

Montag, 8. Februar 2016

Prisma

Jetzt ist es so weit: Seit heute bin ich stolzer Ladenbesitzer! Nachdem mein Ausflug in ungewohnte Farbwelten schon während der Entstehung bei Instagram ständig Fragen nach dem Muster nach sich zog, habe ich mich dazu aufgerafft eine (hoffentlich halbwegs verständliche) Anleitung zu verfassen. Wobei das (in zwei Sprachen) fast so lange dauerte, wie das Stricken.


Ich habe mich eigentlich den ganzen Winter über, immer wenn ich im Wolladen war (also oft!), über dieses regenbogenfarbene Sockengarn mokiert. Nach dem Motto: Will das jemand anziehen, der ein zweistelliges Lebensalter erreicht hat? Und zu allem Überfluss noch mit kleinen Silberfäden drin?
Aber dann hatte ich vor zwei Wochen plötzlich die Eingebung, daraus einen Halbkreis aus verkürzten Reihen, im Wechsel mit dunkelgrau, zu stricken. Zu dem Zeitpunkt war das Garn dann leider ausverkauft und ich musste weite Teile des Internet durchstöbern, bis ich fündig wurde ...


Der Anfang fiel ganz befriedigend aus und der Rest ist dann - wie meist - drauflos improvisiert. Kraus rechts dunkelgrau, unterbrochen von ein paar Reihen mit Hebemaschen.


Nach dem Motto: Wenn schon so viel Farbe, dann auch bis zum Abwinken! habe ich mir dann ziemlich bald auch noch bunte Mini-Pompons als Abschluss in den Kopf gesetzt. Damit die nicht einfach so dranhängen würden, habe ich die Abschlusskante quer gestrickt und dabei farbige Zacken fabriziert. Das hat auch das mühsame Abketten größerer Maschenmengen erspart ...

Ausgefallen ist es wie immer etwas größer als gedacht ...







Material:
  • 240 g Schachenmayr Regia 4-fädig (75% Schurwolle, 25% Polyamid), LL 420 m / 100 g, Farbe 00522 anthrazit meliert
  • 130 g Opal Happy mit Silbereffekt (71% Wolle, 26% Polyamid, 3% Polyester), LL 425 m / 100 g, Farbe 9090 Surprise (ohne Pompons werden 100 g benötigt)
Gestrickt habe ich mit Nadelstärke 4,0 mm, weil ich es bei Tüchern immer gern etwas lockerer habe.

Maße:
1,85 m x 0,68 m (ungeblockt), 
2,20 m x 0,90 m (gewaschen und geblockt)


Anleitung: Prisma








Das ist doch bei Gehäkeltes & Gestricktes gut aufgehoben ...

Montag, 1. Februar 2016

Auf den Nadeln im Februar

"Unverhofft kommt oft" gilt auf jeden Fall für meine Strickpläne. Deshalb sind die laufenden Projekte für den Februar fast identisch mit denen des Vormonats. Gut, dass das Monster-Projekt Brioche-Poncho nicht fertig werden würde, war abzusehen - das geht mit der dünnen Wolle ab einem gewissen Zeitpunkt wirklich nur zentimeterweise voran. Bisher sieht es so aus:


Aber ich war eigentlich davon ausgegangen, dass ein Tuch aus dem wunderbaren rot-orangen Garn auf jeden Fall zum Monatsende meinen winterbleichen Hals schmücken würde, zumal ich mit einem relativ einfachen Muster begonnen habe:


So ganz hat es mich aber nicht gepackt. Vielleicht liegt's am Muster - ich bin nicht sicher, ob die Idee über eine größere Fläche gut aussieht. Was meint Ihr?

Der mangelhafte Fortschritt hatte seine Ursache aber auch darin, dass sich mir diverse reizvolle Ablenkungen in den Weg stellten. Da war zunächst einmal die Pfeilraupe, die im Original so unwiderstehlich aussah, dass ich sie sofort nachstricken musste:


Und dann noch dieses petrolfarbene / smaragdgrüne Garn, das auch gleich verarbeitet werden wollte. Das war dann doch ein klitzekleines bisschen aufwändiger als gedacht:


Immerhin war ich Anfang des Monats noch so diszipliniert, zwei Langzeitprojekte fertigzustellen, nämlich die Stephen-West-Jacke und das dunkelrote Tuch.



Nach dem dauernden Gewerkel mit Hunderten von Maschen war mir dann zur Abwechslung mal nach etwas zumute, bei dem man schnelle Fortschritte sieht. Die weiteren Februarpläne umfassen daher zur Abwechslung mal was mit dicken Nadeln - auch damit die Schlussverkaufsbeute sich hier gar nicht erst dauerhaft einnistet. Da wäre zum einen dieser knallrote Schal - läppische 43 Maschen mit 8er Nadeln sollten schnell zu bewältigen sein:


Und dann sollte wenigstens ein Poncho tatsächlich noch fertig werden, solange die Temperaturen entsprechend sind. Dafür habe ich mir diese superdicke Wolle ausgesucht, bin allerdings noch etwas zwiegespalten, was das Muster anbelangt. Man wird sehen ...


Ach ja, ein neues Handtaschenprojekt hatte ich ja auch noch angeschlagen - eine Pimpelliese mit etwas ausgeprägteren Zacken. Aber da ich um diese Jahreszeit nur in Notfällen vor die Tür gehe, werde ich die wohl noch eine Weile mit mir herumtragen ...


Und schließlich spukt mir da noch eine vage Idee mit einem quietschbunten Regenbogen-Verlaufsgarn im Kopf herum, das ich normalerweise nicht mit der Kneifzange anrühren würde. Die könnte eventuell im Februar auch noch konkretere Gestalt annehmen. Alles in allem also wieder einmal deutlich mehr Pläne als Strick-Zeit ...



Aber nun erst mal schauen, was der Rest der Strickwelt im Februar auf den Nadeln hat.