Vergebliche Liebesmüh



Die Anleitung für den Quadri hatte ich schon vor Urzeiten gekauft, aus reiner Neugier, weil ich mir nicht erklären konnte, wie die kleinen Quadrate in den Schal kommen. Des Rätsels Lösung ist mehr als einfach und lautet: Navajo-Technik. Im Prinzip häkelt man sich da einfach über eine kurze Strecke mit den Fingern große Luftmaschen, die man dann verstrickt. Auf die Weise macht man aus einem Faden drei.

Zu besichtigen hier:


Das Ergebnis finde ich allerdings eher unbefriedigend. Die Quadrate sieht man allenfalls, wenn man das Teil gegen das Licht hält. Nun kommt man ja nur selten in die Verlegenheit, einen Schal mit ausgestreckten Armen über dem Kopf zu tragen (und wenn, dann müsste da schon 'FC Bayern' draufstehen). So ist es einfach ein schlichter Leinen-/Seidenschal, aus dem wunderbaren Garn von Dibadu (Funnies - Seda de Campo Lace, 65% Seide, 35% Leinen, LL 800 m / 100 g, Farbe 'Gebrannte Erde'; Verbrauch: 94 g). Zum Glück habe ich davon noch einen Strang in einer anderen Farbe - daraus mache ich was Schöneres.

Kommentare

  1. Jepp,
    da bin ich voll und ganz bei Dir! Ich habe die Anleitung auch gekauft, weil ich total neugierig war, wie das nun ging. War aber dann auch enttäuscht. Ich finde es so simpel, dass ich ebenso wie Du gerne weitergebe, wie es funzt. Für die Aufteilung ist eh die eigene Vorstellung maßgebend.
    Wobei mein Schal mein absolutes Lieblingsteil ist, weil so herrlich dünn. Jedenfalls nicht wegen dem Muster. ��

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    1. Nachdem die Verfasserin die Technik nicht erfunden hat, hatte ich da jetzt auch keine Bedenken, das zu verraten. Das Grundprinzip scheint ja bekannt zu sein - nur mir war's neu.
      Dünn und luftig ist auf jeden Fall ein Argument für den Schal. Aber da kann man sich mit geeignetem Garn auch selber was zurechtbasteln ...

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  2. Liebe Ute,
    nicht immer kann uns alles aus den Socken hauen ;-). Aber schön finde ich den Schal (das Tuch) trotzdem :o).
    Lieben Gruß
    Angie

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    1. Da hast Du recht, liebe Angie. Und so ein Blog ist ja auch dazu da, die mittelprächtigen oder schlechten Erfahrungen weiterzugeben. Wegen des schönen Garns ist das Endergebnis ja auch durchaus tragbar.

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