Montag, 23. November 2015

Die große Miss B.

Der dritte Clue des Westknits-KALs gefällt mir noch weniger als der zweite, so dass ich das Projekt erst mal ruhen lasse. Zum Glück gibt's ja reichlich anderes Gestrick, das mein Herz erfreut. So habe ich übers Wochenende die zweite Miss B. - diesmal in regulärer Größe - vollendet.



Ich kann mich immer noch nicht recht entscheiden, ob mir das zweifarbige Brioche besser in der luftig-leichten Mohair-Variante oder in der kuscheligen Sockengarn-Variante gefällt. Aber solange von beiden Garnqualitäten genügend rumliegt, muss ich das ja auch nicht...




Material:
  • 30g Schulana Kid Seta (70% Mohair, 30% Seide), LL 210m / 25g, Farbe 93
  • 28g Silkhair Print von Lana Grossa (70% Mohair, 30% Seide), LL 400m / 50g, Farbe 312
Nadelstärke 4,5 mm
Anleitung: Miss B. aus Knitting Fresh Brioche von Nancy Marchant

Donnerstag, 19. November 2015

Endlich wieder was zum Anziehen

Der Fortschritt an diesem Projekt bzw. der Mangel daran hatte sich in den letzten Wochen zum running gag im Strickzirkel entwickelt. Nach anfänglichem Enthusiasmus über das Modell aus dem Filati-Jubiläumsheft (Nr. 50) ging es nämlich mit der Herbstjacke gar nicht mehr so recht voran.



Am Garn lag's nicht: Arioso von Lana Gossa ließ sich super verarbeiten und ist schön weich und leicht. (Einziges Ärgernis: es ist nur in typisch düsteren Winterfarben erhältlich, das Petrol war die einzige Farbe, deren Anblick nicht sofort Depressionen auslöste.)

Vom Schnitt war ich ohnehin überzeugt: Raglanärmel und simples Rückenteil (beides glatt rechts) sowie große Rechtecke als Vorderteile, die durch die Raglanschrägung schön fallen.

Das Problem war, ein passendes Muster für die Vorderteile zu finden. Das Rippenmuster vom Original gefiel mir nicht. Aber es sollte etwas sein, das auch auf der Rückseite halbwegs gut aussah, weil die sich durch den lässigen Schnitt unweigerlich dem kritischen Auge darbietet. Nach etwas fünf Versuchen bin ich dann bei dem einfachen Flechtmuster gelandet, aber zu dem Zeitpunkt hatte ich dann schon etwas das Interesse verloren, vor allem, weil sich das scheinbar endlos hinzog (die Maße für die Rechtecke (66,5 cm x 51 cm). Und das Muster an der unteren Kante, bei dem man ständig zwei Maschen verkreuzen musste, war auch schnell ziemlich nervig. Alles in allem ging es dann nur zentimeterweise voran, weil ich das Teil im Wesentlichen nur dann in die Hand nahm, wenn ich darüber nachgrübelte, was für ein Tuch ich als Nächstes stricken könnte. Zum Glück denke ich oft über Tücher nach, so dass ich schließlich doch Vollzug melden kann.




Material:
350g Arioso von Lana Grossa(48% Schurwolle, 30% Alpaka, 22% Polyamid), LL 240m / 50g
Nadelstärke: 6,0

Freitag, 13. November 2015

Blaue Stunde

Den zweiten Abschnitt beim Westknits-KAL finde ich jetzt nicht so sonderlich spannend (ein großer Zopf kraus rechts). Aber dafür bin ich höchst glücklich mit meinem neuen Brioche-Schal.


Die eine Seite besteht aus Mille Colori Socks & Lace Lux (ll 400m / 100g) und die andere aus diversen blauen und grauen Resten von Sockenwolle und einem Rest Baby Alpaka Silk von Drops.





Gestickt habe ich mit einer Rundnadel in Größe 3,75. Von dem Mille Colori habe ich genau ein Knäuel verbraucht, von den Resten rund 180g.

Länge: 155 cm
Höhe:  60 cm

(Gemessen nach dem Waschen, ohne Spannen - das erschien mir nicht nötig.)






Die einfache Brioche-Abfolge wurde unterbrochen von ein paar einfarbigen Reihen in kraus rechts. Und außerdem habe ich damit experimentiert, Brioche mit Zöpfen zu kombinieren. Das kommt auf der helleren Rückseite fast besser zur Geltung als auf der Vorderseite.


Für den Abschluss hatte ich mir eine Rüsche in den Kopf gesetzt. Das hat das Happy End ein wenig hinausgezögert, weil dafür 40 Mal aus jeder achten Masche zwölf weitere herausgestrickt wurden. Das Abketten mit einem I-Cord hat mich fast eineinhalb Tage gekostet, hat sich aber, wie ich finde, voll gelohnt.


Ich bin eigentlich gar kein großer Freund von Blau - jedenfalls für mich. Daher auch der dringende Wunsch, die Reste loszuwerden. Aber ich glaube, dieses Exemplar wird jetzt erst einmal mein neues Lieblingsteil werden.


Und außerdem juckt es in den Fingern, sofort ein neues Tuch anzufangen, um mit weiteren Farben und Formen zu experimentieren. Aber ich versuche mich zu beherrschen und erst einmal die beiden bereits begonnenen zu vollenden, die ich nach Anleitung stricke. Obwohl selber entwerfen sooo viel mehr Spaß macht.












Dienstag, 10. November 2015

Zwischenbericht zum Westknits KAL 2015

Obwohl ich wahrlich nicht noch ein weiteres angefangenes Projekt brauche, habe ich mich überreden lassen, beim diesjährigen Mystery Knit Along von Stephen West mitzumachen. Ich mag zwar eigentlich überhaupt keine MKALs, weil man dabei ja Geld für eine Anleitung ausgibt, ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben, wie das Endprodukt aussieht. Aber ich dachte mir, in diesem speziellen Fall wird es wohl keine Fehlinvestition sein, da der Junge ja zumindest immer mit originellen Formen aufwartet.

Diesbezüglich wird man auch dieses Mal vermutlich nicht enttäuscht, denn das erste Teilstück (drei stehen noch aus) sieht schon mal recht vielversprechend aus:


Darin sind auch schon knapp 100g Wolle (mit einer LL um 400m) verarbeitet, das fertige Tuch wird also eine gemütliche Größe haben!

Allerdings fand ich zu Beginn gleich noch einen weiteren Grund, MKALs zu hassen: Wenn man nicht weiß, wie das Teil aussehen wird, ist es überaus schwierig, geeignete Farben auszuwählen. Die Vorgabe lautete: drei Farben, die sich deutlich unterscheiden, ein Strang darf gerne Multicolor sein. Da sich unter den Vorräten unbegreiflicherweise keine drei Farben gleicher Garnqualität fanden, die gut zusammen aussahen, musste ich dafür tatsächlich noch einkaufen gehen. Nur um dann nach Veröffentlichung des ersten Abschnitts festzustellen, dass mein Multicolor Garn absolut nicht funktionierte, weil von der zweiten Farbe nur dieser schmale Streifen gearbeitet wird, der völlig unterging.


Die jetzige Variante ist somit eher eine Notlösung, die mich außerdem vor das Problem stellt, dass ich noch keine dritte Farbe gefunden habe, die gut dazu passt. Ein weiterer Besuch im Wollladen verlief diesbezüglich erfolglos - statt einer dritten Farbe habe ich einen Sack Wolle für einen Poncho heimgeschleppt...


Falls also jemand eine Eingebung hat, was zu dem Rot und Grau/Aubergine gut aussehen könnte, lasst es mich wissen, ich bin für jede Idee dankbar...

Sonntag, 1. November 2015

Auf den Nadeln im November


Diesmal bin ich beim Monatsrückblick fast ein wenig erschrocken darüber, was ich alles fabriziert habe. Sieht ja beinahe so aus, als ob ich sonst nichts zu tun habe! Aber zur Beruhigung: Drei der Teile waren ja Anfang Oktober schon recht weit fortgeschritten. Und die petrolfarbene Jacke ist immer noch nicht fertig.


Das liegt vor allem daran, das ich mich aktuell inmitten einer ausgeprägten Brioche-Obsession befinde. Nachdem Willow fertig war, habe ich mich sofort auf Miss B. gestürzt. Und zum Monatsende den im Vergleich dazu recht langweilig zu strickenden Askews Me Shawl nachgeschoben. Und dabei entdeckt, dass man damit prima Wollreste loswerden kann.

Auf der To-Do-Liste für November steht immer noch die leidige Jacke; langsam sind die Temperaturen ja so, dass man die gut brauchen könnte. Aber hauptsächlich sehe ich jede Menge zweifarbiges Patent in meiner unmittelbaren Zukunft. Angeschlagen sind:

  • Noch eine Miss B., die diesmal etwas größer werden soll:

  • Ein weiteres Muster aus Nancy Marchants Buch, als Schal verarbeitet:

  • Und ein Freistil-Projekt ohne Anleitung, das ein halbrundes Tuch werden soll, wenn es groß ist und mit dem ich jede Menge blaue Wollreste loszuwerden gedenke:

Zweifellos brauche ich auch noch irgend ein schlichtes Projekt, für die Zeiten, in denen mir nicht nach Zählen zumute ist, aber da bin ich noch etwas unschlüssig. Da ich mir vorerst eine strikte Garndiät verordnet habe (schon zehn Tage durchgehalten!) muss ich mal sehen, was die Bestände so hergeben... Vielleicht finde ich ja etwas Inspiration bei Maschenfein.