Work in (slow) progress: Fifty Shades of Red

Es ist soweit: Ich habe offiziell den Überblick verloren! Letztes Wochenende habe ich mit jedem Posten der kürzlich erstandenen Wolle irgendwas angeschlagen. Fast (aber nur fast!) wären mir dabei die Stricknadeln ausgegangen. Und jetzt liegen haufenweise Anfänge überall in der Wohnung verstreut. Ich zähle lieber nicht, wie viele...

Entsprechend quälend ist die Wahl, womit denn zuerst weitergemacht werden soll. Ein Favorit hat sich allerdings mittlerweile herauskristallisiert. In erster Linie, weil mir die Farbe immer wieder ins Auge springt:

Das zukünftige halbrunde Tuch hat auch noch den Vorteil, dass es perfekt zu den Blumen auf dem Balkon passt ;)

Nicht nur die Farbe, auch die Wollqualität ist einfach umwerfend (Malabrigo Lace). Es strickt sich so angenehm, dass mich selbst die ungeliebten 3er-Nadeln nicht stören. Fortschritte lassen sich allerdings nur auf der Millimeterskala ablesen.

Für mich ist die halbrunde Form eine Premiere und ich habe leider  keine überzeugenden Anleitungen gefunden, vor allem was die nötige Anzahl der Zunahmen angeht. Man könnte das theoretisch ausrechnen, mit den rudimentären Geometriekenntnissen aus dem Schulunterricht, aber bereits bei dem Gedanken daran stellen sich Kopfschmerzen ein. Statt dessen habe ich mich für die Variante "Versuch und Irrtum" entschieden. Der erste Irrtum stellte sich dann auch gleich nach rund 20 Zentimetern heraus: Das Ganze wird eher ein halbes Oval als ein Halbkreis. Damit kann ich allerdings leben. Der Grund dafür ist nachvollziehbar: Zum einen habe ich etwas zu viele Maschen angeschlagen, aber hauptsächlich liegt es daran, dass ich einen schön abgesetzten Rand haben wollte und dafür in jeder zweiten Reihe am Anfang und Ende einen Umschlag als Zunahme mache. Das zieht das Tuch dann insgesamt in die Länge.

Außerdem wollte ich - wegen der Abwechslung beim Stricken - auf jeden Fall unterschiedliche Musterstreifen unterbringen. Unter anderem schwebte mir auch eine Reihe mit stilisierten Blümchen vor. Wider Erwarten fand sich im umfangreichen Fundus dafür keine Vorlage, denn ich brauche die sozusagen auf dem Kopf stehend, weil ich vom Hals abwärts stricke. In der endgültigen Ansicht sollen die dann ja richtig herum "wachsen". Die vorläufigen Versuche, etwas in der Richtung zu entwerfen sehen so aus:


Mal sehen, ob das mit der dünnen Wolle nicht insgesamt zu klein wird. Für sichtbare Fortschritte hoffe ich aufs bevorstehende lange Wochenende.


Kommentare

  1. Hi Ute, denk Dir nix, mir gehen tatsächlich ab und an die Stricknadeln aus. Aber es ist auch zuuuuuu verführerisch - ich liebe es, neue Projekte anzuschlagen ;-)

    Das Tuch wird bestimmt wunderschön; Du gibst Dir soooo viel Mühe. Und die Wolle ist echt ein Traum, sowohl in Farbe als auch von der Qualität. Ich habe auch noch Malabrigo Lace daheim,aber bisher noch für "gut" aufgehoben.

    Liebe Grüsse
    von der Su

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Su,
      ja, das mit den neuen Projekten ist schon eine Sucht. Dummerweise habe ich im Moment fast lauter Sachen mit dünnen Nadeln in Arbeit, bei denen es nach anfänglichen Erfolgserlebnissen ewig dauert, bis sich Fortschritte einstellen. Ich glaube, ich muss noch was mit dickeren Nadeln anschlagen ;)

      Beim Tuch bin ich mittlerweile wenigstens etwa bei der Hälfte (jedenfalls ist die Hälfte der Wolle aufgebraucht). Bei der Malabrigo Lace werde ich sicher nochmal zuschlagen, sobald ich das mit meinem Gewissen vereinbaren kann - erst müssen aber die Vorräte sichtbar reduziert werden!

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Die Pfeilraupe

Linientreu

Waiting for the Sun